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07.04.2017

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Pressemeldung

Wieder teure Panne bei Städtischen Bühnen

Ulrich Breite, MdR
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FDP-Ratsherr Ulrich Breite: Ein Stück aus dem Tollhaus
Die Hauptdarsteller sind klar: Patrick Wasserbauer (51/Geschäftsführender Direktor) und Bernd Streitberger (68/Technischer Betriebsleiter). Das aufgeführte Stück der Städtischen Bühnen Köln schwankt allerdings zwischen Trauer- und Lustspiel, Realsatire trifft es am ehesten. In der künftig wirklich 16.625 Euro Steuergeld monatlich zum Fenster raus fliegen!

Die Handlung: Weil die Werkstätten der Städtischen Bühnen an der Oskar-Jäger-Straße (Ehrenfeld) in keinem guten Zustand sind, suchen die Verantwortlichen ein neues Domizil.

- Erster Akt: Nach Besichtigung wird ein WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd angemietet, die alte Bude in Ehrenfeld gekündigt.

- Zweiter Akt: Nach der Vertragsunterzeichnung beim WDR stellt sich heraus, dass sich die Statik der Halle nicht mit der vorgesehenen Werkstatt-Nutzung verträgt. Bei der Politik trommelt der Kulturbetrieb nun für einen Neubau, der zwischen zwölf und 24 Millionen Euro kosten soll – und wollte bereits 7000.000 Euro vom Rat am Dienstag dafür haben. Doch der sagte: Nö!

- Dritter Akt und tragisches Finale: Der bisherige Vermieter in Ehrenfeld, der bereits einen Nachmieter hatte und auf den die Städtischen Bühnen nun notgedrungen wieder zurückgreifen mussten, verdoppelte die Miete von 3,50 Euro pro Quadratmeter auf sieben. Macht bei 4750 qm einen Sprung von 16.625 auf 33.250 Euro monatlich.

FDP-Ratsherr Ulrich Breite nennt den Vorgang „ein Stück aus dem Tollhaus“. Und: „In jedem normalen Unternehmen wären für solche Fehler Köpfe gerollt.“ So gehe man nicht mit Steuergeldern um. Seine Forderung: „Die Suppe müssen die Städtischen Bühnen nun selber auslöffeln.“ Und das kann lange dauern...

Bei den Verursachern scheint der Denkzettel aus dem Rat noch nicht angekommen sein. Wasserbauer: „Das ist eine hochkomplexe Geschichte“. Aha. Und: „Für beide Seiten, WDR wie Städtische Bühnen, war nicht erkenntlich, dass die Statik ein Problem wird.“

Immerhin: Laut Wasserbauer ruht der Mietvertrag für die Problem-Hallen in Bocklemünd vorerst. Die 40 Mitarbeiter plus Azubis dürfen also weiter in der in Ehrenfeld werkeln. Bis zum nächsten Akt im Tollhaus...

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