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19.05.2017

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP lehnt Ankauf von 'Franz Sauer' ab

Reinhard Houben, MdR
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Houben: Entscheidungsgrundlage fehlt
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat den Ankauf des Modehauses Franz Sauer in der gestrigen Ratssitzung abgelehnt. Nachdem letzten Mittwoch überraschend und mit völlig unzureichender Informationsgrundlage der Ankauf des Sauer-Hauses vorgeschlagen wurde, reichten auch die am Mittwoch nachgereichten Stellungnahmen nicht aus, um die FDP von diesem Ankauf zu überzeugen.

Die zur Verfügung gestellten Unterlagen bestärken eher den Eindruck, dass die vorgeschlagene Variante nicht ausreichend geprüft und kalkuliert wurde. Es ist von „zwei Begehungen durch den Museumsdirektor und Techniker des Kulturdezernates“ die Rede. Später heißt es: „Ein detaillierter Bauzustandsbericht liegt jedoch nicht vor“. Trotzdem wird von einer „detaillierten Prüfung des Objektes“ gesprochen. Zur Genehmigungsfähigkeit des Museumsbetriebes wurden bislang nur „erste Gespräche“ geführt. Fachämter wurden offensichtlich nicht hinzugezogen.

Großen Zweifel haben wir auch an der Kalkulation der erforderlichen „Anpassungsarbeiten“. Sie werden mit 100.000 Euro beziffert. Hier werden lediglich Rückbauarbeiten (Umkleidekabinen, Teppiche) genannt. Von museumstypischen Einrichtungen ist nicht die Rede: Kasse, Garderobe, Beleuchtung, barrierefreien Sanitäranlagen usw.

Ebenso wenig überzeugt die pauschale Ablehnung des alten Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring. Klimatisch scheint es im aufgehenden Gebäudeteil derzeit für die Lagerung und Verpackung der empfindlichen Objekte des RJM geeignet zu sein. Auch der hintere Verwaltungstrakt mit den großen Depots ist von der Hochwasserproblematik des vorderen Kellers nicht betroffen.

Eine interimistische Betriebserlaubnis als Versammlungsstätte sollte für das ehemalige Museum zu erhalten sein. Dieses Gebäude hat schon als Museum funktioniert! Reinhard Houben, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP Fraktion im Rat, erklärt dazu:

„Die Ratsvorlage ist ein Schnellschuss. Wir warnen vor nicht geprüften Risiken und zusätzlichen Kosten. Die Oberbürgermeisterin hat zwar gestern in unserer Fraktion um Verständnis für das unglückliche Verfahren geworben, inhaltlich konnte sie aber nicht für weitere Aufklärung sorgen. Auch die gestern noch spät übermittelten Unterlagen, erwecken nicht den Eindruck einer soliden Prüfung. Selten war eine Ratsvorlage schlechter vorbereitet.“

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