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28.06.2017

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP gegen jahrelangen Leerstand des Römisch-Germanischen Museums

Lorenz Deutsch
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"Verödung des Roncalliplatzes muss verhindert werden"
In der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses hat die Verwaltung eine Tischvorlage für einen Planungsbeschluss zur Sanierung des Römisch-Germanischen Museums vorgelegt. Die dort vorgestellten Zeiträume allein für die Vorbereitungen der Sanierung sind erheblich. Von der Planungsvergabe über die Planungserstellung bis zum Baubeschluss und zur Ausführungsplanung sollen 46 Monate - also fast 4 Jahre - vergehen. Für die eigentliche Sanierung und den Wiedereinzug sollen dann 2 ½ Jahre benötigt werden.

Insbesondere die lange Vorlaufzeit ist problematisch, weil die Betriebsgenehmigung für das Museumsgebäude mit Ende des Jahres 2017 erlischt und das Römisch-Germanische Museum dann schließt. Es droht also eine 4-jährige Phase, in der das Gebäude leer steht und auf seine Sanierung wartet.

Der Roncalliplatz würde dann in einen vollkommen unwürdigen Zustand verfallen: Das Dom-Hotel ist eine langfristige Baustelle, die Geschäftsebene des Kurienhauses steht leer und nun soll auch das RGM in einen Leerstand gebracht werden. Mit der Einstellung des Betriebes würde an dieser zentralen Stelle unbelebter Stadtraum ohne jede randliche Nutzung entstehen. Der Durchgang müsste wohl provisorisch verbrettert werden. Für die Kölnerinnen und Kölner und die vielen Touristen, die Köln besuchen, würde sich ein beklagenswertes Bild bieten.

Hinzu kommt, dass die Vorlage sehr viele Unwägbarkeiten enthält. So ist völlig unklar, wie sich die Zukunft des Studiengebäudes entwickelt: Entsteht dort die „Historische Mitte“? Wird stattdessen das jetzige Studiengebäude nur abgerissen und ersetzt? Jede Variante hat planerische Auswirkungen auf die Sanierung aufgrund unterschiedlicher Raumkonzepte und Verbindungserfordernisse. Es ist deshalb mit Verzögerungen im Planungsprozess zu rechnen, die den Zeitraum des Leerstandes noch erweitern werden. Ein Dauerzustand darf die Schließung aber nicht werden!

Die FDP fordert deshalb ein grundlegendes Überdenken der aktuellen Pläne. Es muss alles unternommen werden, um einen Weiterbetrieb des RGM zu ermöglichen. Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion, und Lorenz Deutsch, Mitglied im Kulturausschuss, erklären dazu:

„Wir schlagen vor, dass das RGM als Nachnutzer des eigenen Hauses eine interimistische Konzeption für einen Teilbetrieb entwickelt. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Dienststellen könnte die obere Etage geschlossen werden und ein Interim in der jetzigen Fläche für Sonderausstellungen konzipiert werden. Vielleicht lassen sich auch das Publicius-Grabmal und das Dionysos-Mosaik weiter zugänglich machen.

Für eine solche „Zwischennutzung“ deutlich kleinerer Flächen sollten andere Genehmigungsansprüche gelten. Etwaige Ertüchtigungen für diesen Zweck sollte die Stadt angesichts der drohenden Verödung des Roncalliplatzes nicht scheuen. Die Einrichtung eines Interims im alten Gebäude würde auch den Erwerb des Kaufhauses Franz Sauer zu diesem Zweck überflüssig machen. Die Vorstellung, dass wir dort ein Interim einrichten und das Gebäude am Roncalliplatz leer stehen lassen, erscheint wie ein Schildbürgerstreich!“


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