Köln kann mehr
alle Meldungen »

31.10.2017

Ministerium für Schule und Bildung NRW

Meldung

Gebauer: Kein Schlussstrich unter das Erinnern

Bild verkleinern
Kölner Schülerinnen und Schüler erinnern an Deportation im Zweiten Weltkrieg
Am 22. Oktober 1941 fuhr der erste große Deportationszug von Köln in das Ghetto Lodz nach Polen. Schulministerin Yvonne Gebauer hat anlässlich des 76. Jahrestages dieses Ereignisses gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Kölner Gymnasiums Kreuzgasse das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln besucht. Schulministerin Gebauer betonte:

„Fremdenfeindlichkeit beginnt im Kopf. Darum ist die kritische Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den dunklen Kapiteln deutscher Geschichte für unsere Gesellschaft eine fortwährende und vor allem nicht verhandelbare Aufgabe. Allen rechtspopulistischen Stimmen, die Erinnerungskultur gerne als ‚dämliche Bewältigungspolitik‘ abstempeln und ‚erinnerungspolitische Wenden‘ fordern, sei gesagt: Es gibt keinen Schlussstrich unter das Erinnern, Verantwortung verjährt nicht.“

Die Jugendlichen präsentierten im NS-Dokumentationszentrum das Schicksal des ehemaligen Schülers Richard Rosenthal – eine Geschichte von politischem Engagement, Verfolgung und Deportation nach Auschwitz. Die Veranstaltung war ein kleiner Baustein der intensiven Auseinandersetzung des Gymnasiums mit der eigenen nationalsozialistischen Vergangenheit. Mit einem schuleigenen Erinnerungskonzept spürt die Schule dem Schicksal der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten, verhafteten, getöteten oder in den Tod getriebenen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums nach und erinnert in Gedenkveranstaltungen an ihr persönliches Schicksal.

Ministerin Gebauer lobte die Schülerinnen und Schüler: „Durch euer ununterbrochenes Engagement setzt ihr ein klares Zeichen und zeigt, wie aus der Beschäftigung mit menschlichem Schicksal und erfahrenem Unrecht gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bekämpft werden kann und welchen Wert unser demokratischer Rechtstaat darstellt.“

Zwischen dem Kölner Gymnasium Kreuzgasse und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln besteht bereits seit vielen Jahren eine Bildungskooperation im Rahmen der landesweiten Initiative „Bildungspartner NRW“. Das NS-Dokumentationszentrum unterstützt die Recherchearbeit der Schule durch seine archivischen Ressourcen, seine fachliche Expertise und historisch-politische Lernangebote. Die Kooperation ist damit eine von aktuell 1.666 bestehenden Bildungspartnerschaften in dem landesweiten und in der bestehenden Form in Deutschland einzigartigen Netzwerk.

Mit dem Ziel der Förderung der Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen unterstützt „Bildungspartner NRW“ seit zwölf Jahren die systematische Kooperation zwischen den Schulen und kommunalen Bildungs- und Kultureinrichtungen. Beteiligt sind rund 400 Archive, Bibliotheken, Gedenkstätten, Museen, Musikschulen, Medienzentren, Sportvereine und Volkshochschulen.

„Bildungspartner NRW“ ist ein gemeinsames Angebot des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Getragen und unterstützt wird Bildungspartner NRW sowohl durch das Ministerium für Schule und Bildung als auch durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft sowie die Kommunalen Spitzenverbände des Landes Nordrhein-Westfalen.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

alle Videos »

Videothek

Reinhard Houben, MdB zum Thema Plattformökonomie

Aktuelle Highlights

Fr., 04.05.2018 Aktuelle Stunde der FDP zum Stadtwerke-Skandal eröffnet Ratssitzung Auch Ost-West-U-Bahn als liberale Initiative auf Tagesordnung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Auf Antrag der FDP-Fraktion eröffnete ... mehr
Fr., 20.04.2018 FDP schlägt Dom-Museum für Historische Mitte vor Stadtmuseum soll im Zeughaus bleiben Pläne zur Erweiterung des Stadrtmuseums an der Zeughausstraße von 2009
Lorenz Deutsch MdL, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Köln, ... mehr
Fr., 20.04.2018 FDP will Ost-West-U-Bahn zur Dürener Straße verlängern Höherer Verkehrswert würde Projekt erst ermöglichen Ost-West-U-Bahn bis Lindenthal
In einer Pressekonferenz im Rathaus erläuterte heute Ralph Sterck, ... mehr

Termin-Highlights


Fr., 25.05.2018, 18:00 Uhr
Datenschutzstammtisch zum Start der EUDSGVO
Handeln oder Haften! Ab dem 25.5.18 gilt europaweit die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und das neue ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MdR
Rede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, anlässlich der Verabschiedung des städtischen Haushaltes ...mehr

So., 24.09.2017
Bundestagswahl 2017
Am 24. September 2017 war Bundestagswahl Nach der überaus erfolgreichen Landtagswahl in NRW, bei der die Kölner FDP mit 13,8% ...mehr

So., 14.05.2017
Landtagswahl 2017
Am 14. Mai 2017 war Landtagswahl in NRW Mit 13,8% Zweitstimmen holte die Kölner FDP bei der Landtagswahl ein Ergebnis, das ...mehr