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24.11.2017

Kölner Wochenspiegel

Pressemeldung

LKW-Parkplatz am Kölnberg

Karl Wolters, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen
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Karl Wolters, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen
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Karl Wolters, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen
FDP fordert Prüfung von Alternativstandorten
Ein Dauerthema in Meschenich: Seit Jahren stellen auf der Straße Am Kölnberg in der Nähe des Aldi-Parkplatzes LKW-Fahrer ihre Fahrzeuge ab. Unerlaubt, denn die Stellplätze sind reine Pkw-Parkplätze. Häufig, so reklamieren Anwohner und die Meschenicher Bürgervereine, schliefen die Brummi-Fahrer auch in ihren Lkw.

Das hat für die Anwohner, deren Häuser und Wohnungen gleich hinter einem Grünstreifen liegen, unangenehme Folgen: Müll, Fäkalien und Lärm durch morgendliches Warmlaufen der Motoren. „Außerdem locken die Fahrer Prostituierte an, es findet Straßenprostitution statt, obwohl hier ein Sperrbezirk ist“, schilderte Ingo Brambach von „aktiv für Meschenich“. Mehrfach beschäftigten sich die Lokalpolitiker schon mit dem Thema, zu einer Lösung ist es bisher nicht gekommen. Daher stellte die SPD-Fraktion in der jüngsten Sitzung erneut einen Antrag, um dem Problem Abhilfe zu schaffen. Zum einen soll die Verwaltung prüfen, ob die Straße Am Kölnberg in Fahrtrichtung Rondorf hinter der Einfahrt zum Aldi für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt werden kann. Busse und Autos sollen fahren dürfen.

„Das ist eine Anregung der Bürgervereine“, erläuterte Julia von Dewitz (SPD). Zum anderen sollen die Parkstreifen im betroffenen Bereich so gestaltet werden, dass keine Lkw mehr hier parken können, zum Beispiel mit Hilfe von Bürgersteignasen oder durch große Betonringe und Kübel, die im entsprechenden Abstand auf die Straße gestellt und bepflanzt werden können.

Karl Wolters (FDP) erkannte das Problem für die Anwohner an, gab aber zu bedenken, dass es bekanntermaßen zu wenig Raststätten auf den Autobahnen für die LKW-Fahrer gäbe. „Wir alle wollen volle Regale in den Supermärkten. Dafür brauchen wir Lkw“, sagte er. Er regte an, die Verwaltung müsse Alternativstandorte für parkende Lkw nennen.

Stefan Kemp vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik der Stadt Köln erklärte, dass Kübel leicht zu Müllabladeplätze würden und auch zur Seite geschoben werden könnten. Er teilte mit, dass die Verwaltung hier bauliche Maßnahmen für angebracht halte. „Dann passen Lkw nicht mehr in die Parkplätze, sondern nur noch Pkw“, sagte er. Von einem Fahrverbot für Lkw, wie es „aktiv für Meschenich“ in erster Linie fordert, hielt er nichts „Der Antrag richtet sich gegen den ruhenden Verkehr. Ein Fahrverbot wäre unverhältnismäßig, dafür braucht man andere Kriterien“, schilderte Kemp. „Dann baut man für viel Geld Parkplätze für Pkw“, wand Frank Theilen von Wrochem (Grüne) ein.

Elke Bussmann (SPD) fand die Idee baulicher Maßnahmen sehr gut und nahm die FDP-Anregung hinsichtlich legaler Ausweichmöglichkeiten für Lkw-Fahrer im Antrag auf. Die CDU-Vertreter Peter Heinzlmeier und Christoph Schykowski wiesen auf vorausgegangene Ortstermine mit der Verwaltung an der Straße hin. „Bisher hieß es, hier seien keine Betonriegel möglich, aber Kübel. Die sollten von den Bürgerinitiativen beantragt werden, aber bisher ist keiner beantragt worden“, wunderte sich Schykowski. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, wobei es eine getrennte Abstimmung zu den beiden Antragspunkten gab. Beim ersten Teil, der die Durchfahrt für Lkw fordert, enthielt sich Torsten Ilg (Freie Wähler). Beim zweiten Teil, in dem es um bauliche Maßnahmen ging, enthielten sich zwei Vertreter der Grünen.

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