FDP kritisiert Auftragsvergabe durch städtische Museen unter Aufsicht des Kulturdezernenten
Breite: Wer so mit öffentlichen Geldern umgeht und lädt regelrecht zum Missbrauch ein
25.07.2025 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Nachdem bereits bekannt wurde, dass bei den Bühnen unkontrollierte Auftragsvergaben zur Tagesordnung gehören, zeigt sich nun, dass auch bei den Kölner Museen mit öffentlichen Geldern höchst fragwürdig umgegangen wird. Laut Rechnungsprüfungsamt (RPA) wurden in den letzten Jahren eigenmächtig Handwerksarbeiten beauftragt, obwohl seit 2018 eigentlich die Gebäudewirtschaft dafür zuständig ist. Betroffen sind sechs städtische Museen in Verantwortung des Kulturdezernats – mit einem jährlichen Volumen von bis zu 420.000 Euro.
„Offenbar hat die Stadtspitze nichts aus den Verfehlungen bei den Bühnen gelernt. 65 unrechtmäßig vergebene Aufträge bei den Bühnen mit einem Volumen von 145 Millionen Euro hätten eigentlich Warnung genug sein müssen“, erklärt Ulrich Breite, Geschäftsführer der FDP-Fraktion. „Doch auch bei den Museen wird munter weitergewurschtelt. Pauschalen werden angesetzt, um fehlendes Fachwissen zu kaschieren, Bauabnahmen finden kaum statt, und ob Leistungen überhaupt in vereinbarter Qualität erbracht wurden, prüft niemand. Das ist eine Einladung zum Missbrauch.“
Das RPA kritisiert außerdem fehlende Bedarfsprüfungen, mangelhafte Dokumentation und nicht qualifiziertes Personal. „Hier werden Steuergelder verspielt, als gäbe es kein Morgen“, so Breite weiter. „Das Missmanagement bei der Kultur müssen gemeinnützige Vereine und Einrichtungen im Sozial, Jugend- und Sportbereich mit Millionenkürzungen einsparen. Zu lange wurde weggeschaut, wo es eigentlich Konsequenzen bedurfte“, schimpft Breite.
Die Verantwortung liegt erneut im Zuständigkeitsbereich von Kulturdezernent Stefan Charles. „Das ist ein weiteres Beispiel für mangelnde Führung und Kontrolle. Wer so mit öffentlichen Geldern umgeht, ist seiner Aufgabe nicht gewachsen. Es braucht endlich klare Strukturen und eine konsequente Aufarbeitung – nicht wieder das übliche Wegducken und Schulterzucken der Stadtspitze“, fordert Breite.






