FDP lehnt Erhöhung der Friedhofsgebühren ab
Albach: Kreislauf von Preissteigerungen muss durchbrochen werden
30.01.2013 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Für die kommende Ratssitzung am 5. Februar hat die Verwaltung der Stadt Köln eine Neufassung der Friedhofsgebührensatzung zur Beschlussfassung vorgelegt. Danach sollen die Friedhofsgebühren um rund 7 Prozent steigen. Demgegenüber steht sogar eine Kostensteigerung bei den Unterhaltskosten der Friedhöfe mit ihren Grünanlagen um 9,4 Prozent. Hierzu erklärt Dr. Rolf Albach, Umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:
„Die FDP lehnt eine Erhöhung der Friedhofsgebühren grundsätzlich ab. Dieser weiteren finanziellen Belastung der Bürgerinnen und Bürger könnte die Stadt Köln begegnen, indem sie dafür sorgt, dass die Kölner Friedhöfe künftig besser ausgelastet sind. Diese zunächst makaber klingende Argumentation findet ihre Begründung jedoch schon in der Tatsache, dass seit einigen Jahren eine Art „Beerdigungstourismus“ ins Kölner Umland und sogar bis in die Niederlande stattfindet, da dort Einäscherungen und Grabstellen billiger und günstiger angeboten werden. Die Stadt hinkt hier einfach mit der Einführung neuer Grabangebote, z.B. Friedwäldern und der Bereitstellung von Flächen für Kooperationspartner zurück.
Hinzu tritt die Tatsache, dass von 485 Hektar Friedhofsfläche 303 Hektar als Grünfläche gewidmet sind. Demnach werden lediglich 38 Prozent der ausgewiesenen Flächen für Bestattungen benötigt. Das dann die Unterhaltskosten mit 17 Millionen Euro 70 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, verwundert nicht. Es ist daher an der Zeit, den Kreislauf von Preissteigerungen, sinkender Nachfrage und damit verbundener Unterauslastung zu durchbrechen und dafür Sorge zu tragen, dass Bestattungen auf Kölner Friedhöfen wieder attraktiver werden.“







