FDP/KSG lehnt die Pläne des Verkehrsdezernenten für die Mülheimer Brücke ab

Krüger: „Einspurige Mülheimer Brücke verschärft das Kölner Verkehrschaos statt es zu ...

13.01.2026 Pressemeldung FDP/KSG-Fraktion

Die FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln lehnt die erneuten Überlegungen des Verkehrsdezernenten Ascan Egerer, die Mülheimer Brücke nach Abschluss der Generalsanierung für den motorisierten Individualverkehr nur noch einspurig zu führen, entschieden ab. Für die verkehrspolitische Sprecherin der FDP/KSG-Fraktion, Harriet Krüger, ist der Vorschlag befremdlich und verkehrspolitisch nicht zielführend.

„Die Idee, eine der wichtigsten Rheinquerungen Kölns einspurig zu machen, ist vollkommen kontraproduktiv und führt zum erheblichen Rückstau. Die Kölner Brücken sind ohnehin Nadelöhre Verkehrsnetz. Wer dort bewusst Kapazitäten für Autos abbaut, verschärft die Verkehrssituation nicht nur auf der Brücke selbst, sondern auch im gesamten umliegenden Straßennetz. Ich warne eindringlich davor, die tatsächliche Verkehrsentwicklung zu ignorieren. Entgegen den rein politischen Wunschvorstellungen sinkt der motorisierte Verkehr nicht: Wir verzeichnen in Köln und der Region weiterhin steigende Kfz-Zulassungszahlen. Der Druck auf das Straßennetz nimmt also zu – nicht ab. Eine künstliche Verknappung von Fahrspuren wird diesen Druck nicht auflösen, sondern lediglich verlagern und noch mehr Staus produzieren. Scheinbar hat Herr Egerer aus dem Verkehrschaos zur Weihnachtszeit keine Konsequenzen gezogen. Einkaufsverkehr, Lieferverkehre und zusätzlicher Pendelverkehr sorgen regelmäßig für einen Zusammenbruch des Verkehrsflusses. Eine einspurige Mülheimer Brücke würde diese ohnehin angespannte Situation weiter verschärfen und ein noch größeres Verkehrschaos praktisch vorprogrammieren. Angesichts der enormen Kosten der Generalsanierung, die inzwischen auf rund 500 Millionen Euro angewachsen sind, fordern wir als FDP/KSG-Fraktion eine auf Fakten basierte Politik der Vernunft: Nach diesem finanziellen Fiasko braucht Köln endlich eine verlässliche, leistungsfähige Verkehrsführung auf der Mülheimer Brücke – keine ideologisch motivierten Experimente.“

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