Superteure Wärmezelte für die Blitzer-Montage – und das bei klammen Kassen?
Ruffen: Trotz Haushaltsbewirtschaftung und Spar-Appellen, dafür hat die Kämmerin genügend Geld!
05.02.2026 Meldung FDP-KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Stillstand ist der Stadt Köln plötzlich jede Woche heilig und Kosten spielen keine Rolle:
Um neue Tempo-Blitzer auf der Zoobrücke zu installieren, werden jetzt superteure Wärmezelte
aufgebaut und die Brücke künstlich beheizt. Dazu erklärt die stellv. Fraktionsvorsitzende Stefanie Ruffen:
„23 Jahre nach dem Bekanntwerden der Probleme, rund zehn Jahre nach dem faktischen
Ausfall der alten Anlagen, über zwei Jahre nach Einführung von Tempo 50 – und nun soll
kostet es was es wolle auf einmal auf ein paar Winterwochen ankommen?
Sicher hätte man ohne großen Schaden zu verursachen noch ein paar Wochen warten können und viel Geld gespart,
bis die Temperaturen eine reguläre Montage zulassen. Stattdessen organisiert
die Stadt einen teuren Winter-Sondereinsatz mit Zelten, Heizung, Sperrungen und Umleitungen –
alles, um Blitzer möglichst schnell „scharf“ zu schalten und das trotz städtischer Finanzkrise.
Soziale und kulturelle Einrichtungen fürchten zu Recht um Kürzungen. Für Wärmezelte für Obdachlose ist kein Geld da, aber für Wärmezelte für Blitzer, da sind in Köln die Prioritäten verrutscht. Ich frage mich, warum trotz Haushaltsbewirtschaftung und Spar-Appellen, die Kämmerin dafür jedoch ohne Not die Mittel frei gibt, die sie ein paar Wochen später einsparen oder sinnvoller einsetzen könnte.
Wer nach 23 Jahren plötzlich Zeitdruck konstruiert, handelt nicht aus Sicherheitsgründen, sondern
aus falsch verstanden Aktionismus oder gar aus Ideologie. Hier ist jede Verhältnismäßigkeit verloren gegangen.“







