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26.04.2004

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Umwandlung des Wohnheims Causemannstraße

An die Anwohner
der Causemannstraße


Umwandlung des Wohnheims Causemannstraße
für illegal eingereiste Personengruppen

Sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner,

die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln erhielt Kenntnis von den geäußerten Sorgen auf der Jahreshauptversammlung des Merkenicher Bürgervereins über das arg strapazierte nachbarschaftliche Verhältnis mit den Bewohnern des Wohnheimes in der Causemannstraße. Nachdem es 15 Jahre keine Probleme mit den Bewohnern gab, mehren sich nun die Vorfälle von Eigentumsdelikten, von Diebstahl und Wohnungseinbrüchen.

Die FDP-Fraktion möchte Sie informieren, dass durch die Stadt Köln die Art der Belegung geändert wurde. Lebten vormals Asylbewerber bzw. Spätaussiedler im Wohnheim Causemannstraße, so sind heute über 71% der Bewohner nach Köln illegal eingereiste Personen und Gruppen, die sich einem Asylverfahren entziehen. Die Kosten für Unterbringung und Lebenshaltung muss die Stadt Köln allein aufbringen. Wir sollten darum auch nicht mehr von einem Asylanten- oder Asylbewerberheim in der Causemannstraße sprechen, denn diese Gruppe hat mit den schlimmen Vorkommnissen nichts zu tun.

Dagegen sind die nach Köln illegal einreisenden Personengruppen sozial sehr problematisch. Wie schon die schmerzlichen Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Poll zeigen, steigt die Kriminalität im Umfeld solcher Einrichtungen. So ist auch nach Einschätzung der Stadt Köln am Standort Causemannstraße die derzeitige soziale Konfliktlage hoch.

Aufgrund einer verfehlten Politik von CDU und Grünen im Rat der Stadt Köln steigt bedauerlicher Weise die Anzahl der illegal Eingereisten tagtäglich, gleichzeitig hat die schwarz-grüne Politik dazu geführt, dass inzwischen sämtliche Ressourcen der städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe völlig erschöpft sind. Hätte die schwarz-grüne Mehrheit das Wohnschiff MS Transit im Deutzer Hafen im Oktober letzten Jahres für 637.000 (!) Euro nicht grundlos abdampfen lassen, wäre heute das Wohnheim in der Causemannstraße überflüssig. Für die falsche Unterkunftspolitik müssen nun die Bürgerinnen und Bürger in der Causemannstraße mit steigender Kriminalität bezahlen. Die schwarz-grüne Ratsmehrheit schafft damit einen weiteren sozialen Brennpunkt in unserer Stadt.

Unsere volle Unterstützung erhält die wohltuende Erklärung des Bürgervereins Merkenich, dass sich die Proteste der Bürgerinnen und Bürger Merkenichs nicht gegen Hilfe suchende ausländische Menschen richtet. 15 Jahre vormals Asylbewerberheim ohne nennenswerte Probleme in Merkenich sprechen für sich. Illegale Einreise nach Köln, die nach Erkenntnissen der Kölner Polizei oftmals erfolgt, nur um in Köln Straftaten zu begehen, dürfen in einem Rechtsstaat nicht geduldet werden. Hier geht es nicht um Ausländerfeindlichkeit, sondern um die Einhaltung von Recht und Gesetz für jedermann in Köln.

Sollten Sie mit dieser Politik in Ihrer direkten Nachbarschaft nicht einverstanden sein, so wenden Sie sich bitte mit einer kurzen Eingabe an den Beschwerdeausschuss der Stadt Köln, Rathaus, 50667 Köln. Die FDP wird Sie bei Ihren Anliegen unterstützen und den Standort Causemannstraße ablehnen und sich weiterhin für konsequente Politik gegen eine illegale Einreise nach Köln und deren Folgen für die Kölner Bevölkerung einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Breite
Fraktionsgeschäftsführer

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