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04.11.2017

FDP-Kreisverband Köln

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"Pollern und mauern"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Manchmal liest man zwei Meldungen hintereinander, ganz zufällig und irgendetwas passiert im Cortex. Ein Beispiel aus dieser Woche:

Erstens: Halloween 2017. Ausflüge zu gruseligen Orten rund um Köln. Die Nachtwächter-Tour gehört zu den beliebtesten Touren in Köln. Hier können Besucher in die dunkle Vergangenheit der Domstadt abtauchen und die schaurigsten Gassen der Stadt erkunden.

Zweitens: Kriminalität in Köln. Die Passagen zum Ebertplatz sollen zugemauert werden. In den vergangenen Jahren dienten die dunklen Ecken des Platzes zunehmend Dealern als Rückzugsorte. Viele Passanten haben Angst, den Platz zu überqueren oder zur Bahn-Station zu gehen. Zuletzt war ein Mann im Streit auf dem Ebertplatz erstochen worden.

Da flitzen die Neuronen im Gehirn wie beim Flipper. Die Synapsen glühen. Weitere Einzelheiten meiner Gehirnaktivitäten erspare ich Ihnen. Lehnen Sie sich zurück, lassen Sie die zwei Nachrichten auf sich wirken. - Pause. -

Nächstes Thema oder doch dasselbe? Gedanken zu dem Wort „Kontrollverlust“. Es besteht aus den Substantiven Kontrolle und Verlust. Verlust bedeutet im Sprachgebrauch das unfreiwillige Abhandenkommen von etwas. Oder verliert man Dinge freiwillig? Hat Deutschland denn die Kontrolle verloren, passiv also und ist darüber traurig? Nein. Die Kontrolle wurde nicht verloren, sie wurde aufgegeben. Kein Verlieren, kein Kontrollversagen - 2015 herrschte sogar Kontrollverbot an Deutschlands Grenzen.

Die Kontrolle wurde beendet. Mit Ansage. Ein Rechtsbruch. Die Kontrolle wurde nicht irgendwo an der Grenze verloren. Sie wurde auf Befehl nicht durchgeführt. Weil ja Kontrolle zu „unschönen“ Bildern geführt hätte und weil Transitlager als Gefängnisse bezeichnet wurden. Da zeigte sich der Verlust der Gehirnkontrolle. Zum Beispiel bei Herrn Stegner: Für ihn seien Transitzonen Haftanstalten. Bischof Overbeck verglich sie mit Konzentrationslagern. Das sind schaurige Kontrollverluste - im Cortex. Und jetzt pollern wir, was das Zeug hält und mauern öffentliche Räume zu. Neulich sagte mir ein Politiker, für die Menschen in Deutschland habe sich seit 2015 doch nichts geändert - na ja.

Schlaues über das Verlieren hat Freud gesagt. Sie erinnern sich? Freud‘sche Fehlleistung? Ich erkläre das mit einfachen Worten: Man verliert etwas, was man unbewusst gar nicht haben will. Ursachen klärt man am besten auf der Couch. Gehören Frau Merkel und der Rest der Regierung also auf die Couch oder so?

Maren Friedlaender

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