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30.10.2012

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Pannen im Neubau, keine Pläne für Altbau

Ehemaliges Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring
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Ehemaliges Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring
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Ehemaliges Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring
Sterck: So kann's beim Rautenstrauch-Joest-Museum nicht weitergehen
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat die vor einiger Zeit ins Gespräch gebrachte Nutzung des alten Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring durch die Kammeroper zum Anlass genommen, mit einer Anfrage im Kulturausschuss nach dem Planungsstand für eine zukünftige Nutzung zu fragen. Die nun erfolgte Beantwortung durch die Verwaltung löst in mehrfacher Hinsicht Erstaunen aber auch Empörung aus.

Zum Fragenkomplex, der sich mit Fortgang und Dauer des Umzuges des Museumsdepots beschäftigt, werfen die Antworten ein erschreckendes Licht auf offensichtliche Versäumnisse und Fehlplanungen des Neubaus am Neumarkt, die nun dazu führen, dass bis mindestens 2014 das alte Haus mit der Depot- und Verpackungsinfrastruktur belegt sein wird. Staunend erfährt man nun, dass offensichtlich keine adäquate Unterbringung für das umfängliche Fotoarchiv erstellt wurde, wofür nun mit 800.000 € Kapazitäten nachträglich eingebaut werden müssen. Hier erwartet die FDP gründliche Aufklärung, wie derartige Versäumnisse in Planung und Umsetzung dieses Projektes unterlaufen konnten.

Ebenso verwundert die Tatsache, dass es zwei Jahre nach Eröffnung des neuen Hauses offensichtlich noch keine belastbare Ausschreibung für den Umzug des Depotbestandes gibt. Wenn jetzt als Problem die „enorme Heterogenität der ethnologischen Sammlung“ angeführt wird, stellt sich doch die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Verwaltung eigentlich zur Kenntnis genommen hat, um welche Art von Institution es sich hier handelt.

In einem zweiten Fragenkomplex hatte die FDP nach den Planungen für eine Zwischennutzung durch die Kammeroper aber auch nach dem Stand eines Konzeptes für die spätere Nutzung des Gebäudes. Die Antworten erfolgten durch das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport, das scheinbar die Zuständigkeit übernommen hat.

Dass eine zwischenzeitlich ins Gespräch gebrachte Zwischennutzung aufgrund der Umzugsproblematik ausscheidet, ist bedauerlich. Was aber als Auskunft zum Planungstand einer Nachnutzung ausgeführt wird, schlägt dem Fass den Boden aus! Dort ist in einem lapidaren Satz zu lesen: „Andere Pläne für eine Weiterverwendung der Räumlichkeiten… gibt es noch nicht.“ Schon in der Frage allerdings hatte die FDP auf die Initiativen von Rheinischer Musikschule und luxet Bezug genommen.

An dieser Stelle ist in Erinnerung zu rufen, dass es allein diese beiden Bewerber waren, die mit eigenen Mitteln die einzigen Machbarkeitsstudien zur weiteren Nutzung des Gebäudes vorgelegt haben. Von Seiten der Stadt ist trotz anders lautender Beschlüsse und Ankündigungen bis heute nichts vorgelegt worden. Dass sich das Schuldezernat nun nicht mal mehr daran erinnert, dass andere die Arbeit der Stadt übernommen haben, ist beschämend und zeigt wohl die grundlegende Überforderung dieses Dezernates mit einer so wichtigen Aufgabe der Stadtentwicklung.

Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion erklärt hierzu:

„So kann es nicht weitergehen! Wir schämen uns für die Ignoranz, mit der hier bürgerschaftliches Engagement für die Entwicklung dieses wichtigen Bausteins in der Südstadt behandelt wird. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, endlich einen professionellen Prozess zum weiteren Umgang mit dem Gebäude am Ubierring einzuleiten. Die jetzige Zuständigkeitsregelung ist offensichtlich nicht angemessen.

Mit Blick auf die inzwischen erschreckende Serie von Planungsfehlern, Kostensteigerungen und Baumängeln am Neubau des Rautenstrauch-Joest-Museums stellt sich für uns die Frage der Verantwortlichkeit für diese Vorgänge. Mit teuren Nachtragsfinanzierungen einfach zur Tagesordnung überzugehen, scheidet für uns jedenfalls aus.“


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