Lorenz Deutsch

WK 13 Köln 1 - Stadtbezirk Rodenkirchen, Neustadt / Süd

Corona und die erzwungenen Schließungen haben die Kultureinrichtungen sowie die Künstlerinnen und Künstler hart getroffen. Die prekäre Lage, in die viele von ihnen geraten sind, hat aber auch gezeigt, dass unser Sozialsystem für Soloselbstständige nicht viel übrig hat - im Gegensatz zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Selbstständigkeit und Eigeninitiative dürfen aber nicht zum abschreckenden Lebensmodell werden! Hier wartet eine große Aufgabe auf uns, für die wir liberale Antworten entwickeln müssen.

Im Zentrum meines politischen Engagements steht die Kulturpolitik. Dabei geht es mir nicht um das Privileg einiger Weniger, sondern um die Chancen und Potenziale von Kunst und Kultur für die gesamte Gesellschaft:

Mit der Steigerung des Kulturetats um 50% stärken wir in NRW gezielt die kulturelle Bildung, denn mit Kreativität und der Offenheit für Neues bilden sich freie Persönlichkeiten, die ihren eigenen Weg finden und gehen! Wir stützen und schaffen mit dem Projekt der Dritten Orte ganz bewusst Strukturen im ländlichen Raum. Und in den größeren Kommunen stärken wir die wichtigen, identitätsstiftenden Institutionen: die Theater, die Orchester und die Museen. Mit dem ersten Kulturgesetzbuch in Deutschland, das wir gerade in den Landtag eingebracht haben, werden wir unser ganzheitliches Verständnis von Kunst und Kultur deutlich unterstreichen.

Persönlich bin ich besonders stolz auf das von mir entwickelte Bibliotheksstärkungsgesetz, das endlich die Sonntagsöffnung der Bibliotheken ermöglicht. Damit haben wir unmittelbar einen Beschluss des Landesparteitags in Siegen aus 2018 umgesetzt. Als Orte der Bildung und der Begegnung können sie nun auch genutzt werden, wenn gemeinsame Zeit für die ganze Familie vorhanden ist. Zu diesem Engagement hat gut gepasst, dass ich das spannende Feld der allgemeinen Weiterbildung übernehmen durfte. Lebensbegleitendes Lernen wird immer wichtiger in unserer Gesellschaft und schafft Chancen für individuelle Selbstbestimmung.

Ich bin als liberale Stimme in der Kulturszene Nordrhein-Westfalens in den letzten Jahren deutlich wahrgenommen worden. Daran möchte ich für Sie und Euch im Landtag von NRW weiterarbeiten. Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und wohne in Köln. Vor dem Landtagsmandat habe ich als Dozent für Altgermanistik an den Universitäten in Köln und in Düsseldorf gearbeitet. Ich bin seit 1997 Mitglied der FDP, seit 17 Jahren Mitglied im Ausschuss für Kunst und Kultur im Rat der Stadt Köln, und darf Kreisvorsitzender der Freien Demokraten in meiner Heimatstadt sein. Außerdem engagiere ich mich als Vorsitzender der Liberalen Freunde Israels für ein faires Israelbild und gegen jede Form von Antisemitismus.

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