Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Durchführung einer detail- und variantenreichen Verkehrsuntersuchung auf der Luxemburger Straße, der "Mikrosimulation Luxemburger Straße", und einer Verkehrszählung zur Aktualisierung der Datenbasis
Änderungsantrag im Mobilitätsausschuss
22.09.2026 Anträge FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Beschluss:
Der Beschlusstext wird wie folgt ersetzt:
Der Mobilitätsausschuss stellt den Bedarf für die Durchführung einer detail- und variantenreichen Verkehrsuntersuchung zum Lärmschutz entlang der Stadtbahnstrecke auf der Luxemburger Straße zwischen Universitäts-/Weißhausstraße und Militärring mit maximalen Gesamtkosten in Höhe von rund 250.000 € fest.
Im Einzelnen sollen u.a. folgende Maßnahmen untersucht werden:
- Alternativen zum bestehenden Schotterbett z.B. durch ein Grünbett
- Alternative Schienenbindungen z.B. durch das sogenannte „Kölner Ei“ *
- Niedrige Schallschutzwände möglichst nah am Gleiskörper
- Optimierung des Vorrangbetriebes für Stadtbahnen
- Fördermöglichkeiten für ein Lärmschutzfensterprogramm
- Kostenermittlung und Förderfähigkeit für den Einsatz von Flüsterasphalt
Zur Aktualisierung der Datenbasis beschließt er außerdem den Bedarf für die Durchführung einer Verkehrszählung mit Aufwendungen in Höhe von rund 20.000 €. Insgesamt entstehen somit Aufwendungen in Höhe von maximal 270.000 € für die Maßnahme.
Darüber hinaus bittet der Mobilitätsausschuss, die Sachstände, Zeitpläne und mögliche Beschleunigungsmöglichkeiten für den fahrradfreundlichen Ausbau der Berrenrather Straße, die ÖPNV-fördernde Unterführung der Stadtbahntrasse unter dem Militärring und die beschlossene Weiterentwicklung der Linie 18 zu einer Metrolinie darzustellen.
Der Mobilitätsausschuss verzichtet auf Wiedervorlage, sofern die Bezirksvertretung Lindenthal uneingeschränkt zustimmt.
Begründung:
Mit dem Beschluss des MIV-Grundnetzes wurde zugesagt, dass keine weiteren kapazitätseinschränkenden Maßnahmen auf den priorisierten Strecken erfolgen, um insbesondere eine leistungsfähige Abwicklung der Wirtschaftsverkehre und Pendlerströme zu gewährleisten. Das gilt auch für die Luxemburger Straße, die als B265 geführt wird. Die angedachte Halbierung der MIV-Spuren von vier auf zwei würden den gesamten Prozess zur Erstellung des MIV-Grundnetzes ad absurdum führen.
Bei den bisherigen Lärmbetrachtungen der Luxemburger Straße wurde die Stadtbahn aus politischen Gründen zu Förderung des ÖPNVs ausgeklammert, obwohl sie insbesondere durch die Einzelschallereignisse vorbeifahrender Züge eine Hauptursache für die Lärmbelästigung in diesem Bereich ist. Längere Bahnen und eine dichtere Taktfolge durch eine zusätzliche Linie 19 nach Hürth-Mitte werden dieses Phänomen verstärken. Daher gilt es, dort mit aktivem und passivem Lärmschutz anzusetzen.
Auch andere Maßnahme, um den Umweltverbund zu stärken, erscheinen sinnvoll, um eine attraktive Alternative für den MIV zu bieten. In diesem Sinne ist die geplante Optimierung der Fahrradinfrastruktur auf der Berrenrather Straße und die Stärkung des ÖPNV-Angebotes Richtung Hürth-Mitte und Bonn von zentraler Bedeutung. Auch ein P+R-Angebot an der Anschlussstelle Klettenberg der A4 kann die MIV-Belastung der Luxemburger Straße senken. Dazu soll es eine gesonderte Antragsinitiative geben.





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