Finanzierung der Offenen Schulhöfe sicherstellen - Prioritäten neu setzen
Antrag der FDP-Fraktion im Rat
26.06.2025 Anträge FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Beschluss:
Der Rat beschließt, für die kommenden zwei Jahre jeweils 550.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um das Programm „Offene Schulhöfe“ dauerhaft und verlässlich umzusetzen.
Die Mittel dienen insbesondere der Organisation, Öffnung, Betreuung und Sicherung der Schulhöfe außerhalb der Unterrichts- und OGS-Zeiten.
Zur Gegenfinanzierung wird der geplante Umzug des Autonomen Zentrums mit Kosten in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro bis auf weiteres ausgesetzt.
Begründung:
Der von Grünen, CDU und Volt im Rahmen der Haushaltsberatungen gestartete Versuch, Schulhöfe ohne jede finanzielle Grundlage allein durch „kreative Dienstplananpassungen“ und bürgerschaftliches Engagement zu öffnen, ist gescheitert. Trotz großer Ankündigungen ist eine echte Umsetzung ausgeblieben – weil schlicht das Personal, die Organisation und die Mittel fehlen. Damit wurde ein wichtiges Angebot für Kinder und Jugendliche verspielt.
Die Öffnung von Schulhöfen ist nicht nur ein Beitrag zur Bewegungsförderung, sondern auch zur sozialen Teilhabe junger Menschen im Quartier. Eine sinnvolle Freizeitnutzung schulischer Infrastrukturen darf kein reines PR-Versprechen bleiben, sondern muss real finanzierbar sein.
Die FDP-Fraktion fordert daher eine ehrliche Prioritätensetzung im Haushalt: Solange in Köln Schulhöfe verschlossen bleiben, weil 550.000 Euro pro Jahr angeblich nicht finanzierbar sind, ist es nicht vermittelbar, parallel über 1,2 Millionen Euro für den Umzug des Autonomen Zentrums bereitzustellen.
Die Jugend verdient offene Räume – und Köln braucht nicht mehr Symbolpolitik, sondern wirksame Maßnahmen.






