Leitbild für die Zukunft der Handelslagen in der Kölner Innenstadt – Chancen für die Stadt

Änderungsantrag der FDP-Fraktion

18.06.2020 Anträge FDP-Fraktion im Rat der Stad Köln

Der Rat beauftragt die Verwaltung,

1. ein Konzept für die Entwicklung eines Leitbildes für die Handelslagen in der Innenstadt zu entwickeln. Dazu sollen folgende Aspekte besondere Berücksichtigung finden:
 Entwicklungschancen insbesondere der Einkaufsstraßen Hohe Straße, Schildergasse, Breitestraße, Ehrenstraße und Mittelstraße,
 Möglichkeiten für Umnutzungen und funktionale Neuausrichtungen,
 Chancen zur Integration von stationärem und Online-Handel,
 verändertes Einkaufs- und Mobilitätsverhalten,
 Struktur der aktuellen Immobilieneigentümer,
 Bedeutung der innerstädtischen Handelslagen für den Städtetourismus,
 Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Handelslagen

2. im Rahmen eines Werkstattverfahrens die Beteiligung und Expertise der Fachöffentlichkeit bei der Entwicklung des Leitbildes für die innerstädtischen Handelslagen sicherzu-stellen. Dabei sind auch die Erkenntnisse aus der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts (EHZK) einzubringen.

3. auf der Grundlage des Leitbildes Perspektiven für die kurzmittel- und langfristige Veränderungen in den einzelnen Handelslagen zu entwickeln und der Politik konkrete Handlungsempfehlungen vorzulegen.

4. Anschließend ist Konzept für die Entwicklung eines Leitbildes in den Bezirkszentren zu entwickeln. Dazu sollen aktuelle Analysen der Haupteinkaufsstraßen in den Bezirken für eine zukünftige Entwicklung einbezogen werden.

Begründung:
Bereits ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie erleben die urbanen Zentren aktuell Entwicklungssprünge, die die Grundlagen des stationären Einzelhandels nachhaltig verändern. Die Auswirkungen der Digitalisierung sind dabei besonders eklatant. Die Veränderungen des Einkaufsverhaltens bewirken Umsatzverschiebungen vom stationären zum Online-handel, in deren Folge sich auch tiefgreifende räumliche Auswirkungen ergeben. Die Entwicklung kann dabei exponentiell verlaufen, z.B. wenn ein Phänomen der „induzierten Leerstände“ eintritt.
Im Zuge des demographischen Wandels werden die beschriebenen Veränderungsprozesse weiter verstärkt, da einerseits Schrumpfungsprozesse zu erwarten sind, andererseits Migrationsbewegungen innerhalb von Deutschland auch eine Verstärkung für hochzentrale Orte bedeuten können.
Daraus entwickeln sich neue Bedarfe bzw. Ideen für Handelslagen, die jedoch sehr individuell und standortbezogen entwickelt und bewertet werden müssen. Die Kölner Hauptgeschäftsstraße weisen unterschiedliche Situationen auf, in denen z.B. durch Umnutzungen und bauliche Ergänzungen auch funktionale Neuausrichtungen wie Dienstleistung, Wohnen oder Gewerbe erreicht werden können.
Ein gemeinsam mit den Betroffenen entwickeltes neues "Leitbild für die Kölner Innenstadt" kann Perspektiven aufzeigen und gleichzeitig den Handlungsrahmen für Verwaltung, Politik und die betroffenen Akteure definieren.
Finanzielle Mittel in Höhe von 200.000 € wurden unter dem Titel "Entwicklung eines Leitbil-des zu den Handelslagen Hohe Str./Schildergasse und Umfeld in der Innenstadt" in den Haushalt 2020/2021 eingestellt.

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Ulrich Breite, MdR

Ulrich Breite, MdR

Geschäftsführer der FDP-Ratsfraktion

Finanz- und Sportpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Schriftführer des FDP-Kreisverbands

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