Sicherung des wöchentlichen Abendmarkts „meet & eat“ auf dem Rudolfplatz über den 30.09.2025 hinaus

gem. Antrag im Hauptausschuss

11.08.2025 Beschlüsse der Ratsgremien

Beschlussvorschlag:

Der Hauptausschuss beschließt:


1. Die Verwaltung wird beauftragt, sicherzustellen, dass der Abendmarkt „meet & eat“ auf dem Rudolfplatz auch nach dem 30.09.2025 in seiner bisherigen Form wöchentlich fortgeführt werden kann.

2. Kurzfristig sind alle rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten zu prüfen, um den Abendmarkt „meet & eat“ auf dem Rudolfplatz auch nach dem 30.09.2025 in seiner bisherigen Form wöchentlich fortführen zu können. Dem Rat der Stadt Köln soll in Form einer Dringlichkeitsentscheidung vor dem 30.09.2025 ein umsetzbarer Vorschlag zur dauerhaften Sicherung vorgelegt werden.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den Organisatoren, der Marktverwal-tung und dem Rechtsamt ein Verfahren zu entwickeln, das die gewählte Genehmi-gungspraxis rechtlich absichert und – falls notwendig – zur Anpassung der entspre-chenden Marktsatzung bzw. Verwaltungsvorschriften führt.

4. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, in welchen weiteren Stadtteilen auf beiden Rheinseiten ähnliche Formate wie „meet & eat“ etabliert werden können, um die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum auch an diesen zu steigern.
 

Begründung:
Der seit über zehn Jahren bestehende Abendmarkt „meet & eat“ auf dem Rudolfplatz ist ein erfolgreiches Beispiel für zeitgemäße Markt- und Stadtkultur in Köln. Er trägt wesentlich zur Belebung und sozialen Kontrolle des Rudolfplatzes bei, bietet ein hochwertiges kulinarisches Angebot und schafft einen angstfreien, einladenden Raum für Bürgerinnen und Bürger aller Generationen.


Die nun vom Rechtsamt vertretene Auffassung, dass es sich bei „meet & eat“ nicht um einen Wochenmarkt handele, widerspricht der bisherigen Genehmigungspraxis, die in enger Kooperation zwischen Marktverwaltung und Organisatoren entwickelt und über ein Jahrzehnt hinweg konfliktfrei umgesetzt wurde.


Eine Umwandlung des Marktes in eine „Veranstaltung“ mit lediglich sechs Terminen pro Jahr würde faktisch das Aus für das Format bedeuten und den positiven Beitrag zur Aufenthaltsqualität und Sicherheit am Rudolfplatz zunichtemachen. Gerade vor dem Hintergrund bestehender Herausforderungen bei der Belebung und Aufwertung innerstädtischer Plätze – wie am Ebertplatz oder Neumarkt – ist der Erhalt von „meet & eat“ ein wichtiges stadtpolitisches Signal.

Der Hauptausschuss ist daher aufgefordert, kurzfristig die Weichen für den Fortbestand des Marktes zu stellen und zugleich die Chancen für ähnliche Projekte in weiteren Stadtteilen zu prüfen.


Begründung der Dringlichkeit:
Der antragstellenden Fraktion ist am 07.08.2025 bekannt geworden, dass die vertragliche Vereinbarung zur Durchführung des Abendmarktes „meet & eat“ zum 30.09.2025 ausläuft und völlig überraschend für alle beteiligten werde verlängert noch neu ausgeschrieben werden soll.
Sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Lösung gefunden werden, kann der Markt ab Oktober 2025 nicht mehr in seiner bisherigen Form stattfinden. Angesichts der kurzen verbleibenden Frist und der Notwendigkeit, rechtliche, organisatorische und ggf. satzungsrechtliche Anpassungen vorzunehmen, ist eine sofortige Befassung des Hauptausschusses erforderlich.
Nur durch einen zeitnahen politischen Beschluss können Planungssicherheit für die Organisatoren geschaffen und der Fortbestand des Marktes ohne Unterbrechung gewährleistet werden.

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