Albach: Chance für individueller gestaltetes 12-Jahres-Grab?
FDP bittet um Informationen zum Ablauf der Nutzungsrechte bei Grabkammern
15.09.2014 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat für die kommende Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Grün eine Anfrage auf die Tagesordnung setzen lassen, die sich mit dem Ablauf der Nutzungsrechte bei den Grabkammern auf Kölner Friedhöfen beschäftigt. Laut einer Presse-Information der Stadt Köln vom 14.07.2014 endeten auf verschiedenen Friedhöfen bei Grabkammern ohne Pflegeverpflichtung am 31. August 2014 die Nutzungsrechte.
Die Verwaltung hatte diese neue Form der Bestattung im Jahr 2001 mit zwei Zielen eingeführt. Das Angebot richtete sich an Angehörige, die keine Zeit haben oder zu weit entfernt leben, um in Köln ein Grab zu pflegen. Außerdem liegt die Nutzungsdauer mit zwölf Jahren deutlich unter den bis damals üblichen 25 Jahren. Die Kosten für Beerdigungen sollten damit vermindert und der Trend zur Anonymität gestoppt werden. Hierzu erklärt Dr. Rolf Albach, Umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:
"Grabkammern sind eine der ersten Innovationen im Friedhofsbereich, die vor 13 Jahren zur Zeit der CDU/FDP-Ratsmehrheit überparteilich aus sozialen Gründen auf den Weg gebracht wurden. Wir wollen von der Verwaltung im Rückblick eine Einschätzung erhalten, inwieweit die Einführung dieses Grabkammermodells technisch, ökonomisch und sozial ein Erfolg war und ob es Verbesserungspotential gibt, wo z. B. die Politik helfen kann. Die FDP-Fraktion interessiert sich in diesem Zusammenhang für den Marktanteil nach Beerdigungszahl und Umsatz, den die Grabkammern in den einzelnen Jahren seit ihrer Einführung erreicht haben.
Seit einiger Zeit wird das Angebot angeblich nicht ausgebaut. Wir wünschen uns von der Verwaltung einen Blick nach vorn auf eine möglicherweise an die sich verändernden Bedürfnisse leicht angepasste Strategie in einem Bereich, in dem Marketing tabu und doch real ist und in dem Individualität eine immer größere Rolle spielt. Dem hatte ja auch die CDU/FDP-Landesregierung mit der Liberalisierung des Bestattungsgesetzes entsprochen. So könnte es ja sein, dass es neben dem pflegefreien Angebot auch für die Freiheit eines individueller gestalteten 12-Jahres-Grabs eine Chance gibt, selbst wenn der Preis dann etwas anders ist.“






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