Ehemaliger Bürgermeister Wolf verstorben
Vielfältiges Engagement für seine Heimatstadt
25.10.2014 Meldung Stadt Köln
Im Alter von nur 67Jahren verstarb am vergangenen Donnerstag, 23. Oktober 2014, Kölns langjähriger Bürgermeister Manfred Wolf. Der gebürtige Kölner und dreifache Familienvater gehörte dem Rat und der FDP-Fraktion von 1989 bis 1994 und von 1999 durchgehend bis zum Mai 2014 an. Zum Bürgermeister wählte ihn der Kölner Rat erstmals 1999, erneut wieder im Jahr 2009.
Oberbürgermeister Jürgen Roters kondolierte heute der Familie und würdigte den erfahrenen Politiker: „Manfred Wolf war ein Kommunalpolitiker, der sich aktiv nicht nur in seinem unmittelbaren politischen Umfeld engagierte. Was ihn auszeichnete, war sein breites gesellschaftliches Engagement, das ihn über viele Jahrzehnte zum beliebten und gefragten Gesprächspartner in Verbänden und Vereinen sowie bei seinen Ratskolleginnen und Kollegen machte.
Er war eine Institution in dieser Stadt. Seine Aufgaben hat Manfred Wolf immer mit vollem Engagement und großem persönlichen Interesse wahrgenommen. Dabei haben ihm vor allen Dingen die Menschen am Herzen gelegen, der Kontakt zu ihnen war für ihn Ansporn und Lebenselixier. Die Stadt trauert um einen vorbildlichen Bürgermeister.“
Manfred Wolf wurde 1947 in Köln-Mülheim geboren. Nach dem Besuch des Hansa-gymnasiums schloss er 1970 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln nach nur neun Semestern als Diplom-Kaufmann ab. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er bei der damaligen Treuarbeit AG, bevor er sich als Steuerberater und später als vereidigter Buchprüfer selbstständig machte. Zu seinen Hobbys zählte das Filmen, das er bereits in den 70er Jahren mit einer Super-8-Kamera begann. Dabei sind es insbesondere seine ausgedehnten Reisen mit dem eigenen Wohnmobil, die er filmisch dokumentierte.
Bereits mit 25 Jahren engagierte er sich in einer liberalen Wählerinitiative und wurde später Mitglied der FDP, für die er erstmals 1989 in den Rat einzog. Im Kölner Rat engagierte er sich insbesondere im Sportausschuss, dessen Vorsitzender er von 2004 bis 2009 war, sowie im bedeutenden Finanzausschuss und im Liegenschaftsausschuss.
Aber auch das internationale Köln und die Kölner Partnerstädte waren ihm wichtig. Seit vielen Jahren war er Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Liverpool und dies mit viel persönlichem Engagement. Er gehörte dem Vorstand des Nordrhein-Westfälischen Städtetages an sowie dem Hauptausschuss des Deutschen Städtetages.





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