FDP will mehr Mitbestimmung und ein Petitionsrecht für Jugendliche

08.12.2007 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Mendorf: Tag der Jugend ist Tropfen auf den heißen Stein

Zum wiederholten Mal ist der „Tag der Jugend im Rathaus“ an diesem Mittwoch erfolgreich verlaufen. Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln regt an, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen stärker als bisher in das politische Tagesgeschäft in Köln zu integrieren.

„Partizipation und Mitbestimmung werden in Köln noch sehr stiefmütterlich behandelt. Der Tag der Jugend im Rathaus ist ein hervorragendes Instrument – aber eben ein Tropfen auf den heißen Stein. Leider bietet die Stadt bisher keine flächendeckende politische Bildung für alle Schulen in Köln. Wir wollen, dass Mitbestimmung stärker und nachhaltiger im Tagesgeschäft verankert wir“, sagte der Sprecher der FDP-Fraktion für Kinder und Jugendliche, Marco Mendorf.

Die FDP-Fraktion schlage vor, die Rathausschule im Amt für Kinderinteressen auszubauen: Jede Schule in Köln solle die Chance erhalten, das Rathaus oder die Bezirksvertretung zu besuchen. Außerdem sollten alle Schülervertretungen sowie alle Kinder- und Jugendforen ein „Petitionsrecht“ im Schul- und im Jugendhilfeausschuss erhalten. Diese Vorschläge wolle die FDP in die Ratssitzungen am kommenden Donnerstag als Antrag einbringen.

Der diesjährige Tag der Jugend im Rathaus im Spanischen Bau sei aus Sicht der FDP und der Jungen Liberalen ein voller Erfolg gewesen. Die drei teilnehmenden Schulen diskutierten in einer fiktiven Fraktions- und anschließenden Ratssitzung lebhaft und kontrovers über mehr Sicherheit auf Kölner Spielplätzen, über die Kapazitäten der Busse zu Stoßzeiten und über ein neues Hilfsangebot für Obdachlose.

„Die Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr wieder Themen gewählt, die die Liberalen ebenfalls auf ihrer Agenda haben. Gerade die Sicherheit auf Kölner Spielplätzen ist eine liberale Kernforderung. Erst in diesem Sommer wurde auf Initiative der FDP ein Rauchverbot auf Spielplätzen eingeführt, so dass den Kindern ein gesundes Umfeld geboten werden kann“, sagte Mendorf.

„Mich freut es besonders, dass die Kölner Jugendlichen Verantwortung übernehmen und zwar nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gesellschaft. Dies macht die Auseinandersetzung mit der Thematik und der Situation von Obdachlosen deutlich, die unter dem Motto „Hilfe und Solidarität für Köln“ eingebracht wurde“, so die Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis) Köln, Sylvia Laufenberg.

Im Anschluss an die Ratssitzung präsentierten sich im Rahmen eines Empfangs unter anderem die politischen Jugendorganisationen. Zahlreich informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die politische Arbeit der JuLis. Besonders die Werbemittel der „Ich-will-Dich“-Kampagne erhielten wieder großen Zuspruch bei den Jugendlichen.

Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Kinder- und Jugendpolitik.

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