FDP/KSG fordert Unterausschuss für Katastrophenschutz und zivile Verteidigung
Görzel: Schutz der Bevölkerung muss wieder strategisch gedacht werden
06.02.2026 Meldung FDP-KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln fordert mit einem Ratsantrag die Einrichtung eines Unterausschusses, vergleichbar mit dem früheren Ausschuss für zivile Verteidigung, der sich dauerhaft und vertieft mit Fragen des Katastrophenschutzes und der zivilen Verteidigung befasst. Angesichts der sicherheitspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre hält die Fraktion eine stärkere politische und organisatorische Fokussierung auf den Schutz der Bevölkerung für zwingend erforderlich.
„Spätestens seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den zunehmenden hybriden Angriffen auf kritische Infrastrukturen ist klar: Katastrophenschutz und zivile Verteidigung sind keine theoretischen Randthemen mehr, sondern gehören ins Zentrum kommunaler Verantwortung“, erklärt Volker Görzel, Vorsitzender der FDP/KSG-Fraktion. „Die Frage, wie widerstandsfähig unsere Stadt im Ernstfall ist, muss wieder systematisch und ressortübergreifend behandelt werden.“
Der geplante Unterausschuss soll sich unter anderem mit der Sicherheit und Resilienz zentraler Versorgungsbereiche befassen. Dazu zählen Energie- und Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Ernährung, Telekommunikation, Informationstechnik und Medien, Gesundheitsversorgung, Finanz- und Versicherungswesen, Verkehr, Transport, Abfallentsorgung sowie der Schutz staatlicher und kommunaler Strukturen.
Für Görzel ist Köln dabei in besonderer Verantwortung: „Unsere Stadt ist nach Einschätzung der Feuerwehr eine der am stärksten gefährdeten Großstädte Deutschlands. Verkehrsinfrastruktur, Chemiegürtel, Rhein als Wasserstraße, acht Brücken, Flughafen, Krankenhäuser und zahlreiche weitere kritische Einrichtungen machen Köln leistungsfähig – aber auch verwundbar. Genau deshalb dürfen wir hier nicht länger im Verwaltungsalltag verharren.“
Die FDP/KSG-Fraktion betont, dass es nicht um Panikmache, sondern um Vorsorge geht. „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger beginnt lange vor dem Ernstfall“, so Görzel. „Ein eigener Unterausschuss schafft Transparenz, politische Steuerung und die notwendige Aufmerksamkeit für ein Thema, das viel zu lange unterschätzt wurde. Köln muss im Interesse der Sicherheit und Handlungsfähigkeit unserer Stadt vorbereitet sein.“






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