FDP/KSG kritisiert teures Verkehrsgutachten für einspurige Mülheimer Brücke

Krüger: Für ideologische Verkehrsexperimente hat Kämmerin plötzlich Geld

16.07.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung, für 110.000 Euro ein Gutachten zur möglichen einspurigen Verkehrsführung auf der Mülheimer Brücke in Auftrag zu geben. Ziel der Untersuchung ist es, die Auswirkungen einer Reduzierung des Kfz-Verkehrs auf eine Fahrspur je Richtung zu prüfen. Harriet Krüger, mobilitätspolitische Sprecherin der FDP/KSG-Fraktion, erklärt:

„Die Mülheimer Brücke ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen unserer Stadt. Nach jahrelanger Sanierung und Investitionen in Millionenhöhe soll nun ernsthaft geprüft werden, wie man den Autoverkehr auf dieser zentralen Verbindung künstlich einschränken kann. Dafür werden jetzt weitere 110.000 Euro Steuergeld ausgegeben. Das ist aus unserer Sicht vollkommen unverhältnismäßig.

Die Stadt begründet die Untersuchung mit Überlegungen, künftig je Richtung nur noch eine Fahrspur für den Kfz-Verkehr vorzusehen und Verkehrsflächen zugunsten des Radverkehrs umzuverteilen. Gleichzeitig wurden für die Sanierung der Mülheimer Brücke bereits 500 Millionen Euro ausgegeben. „Wer Millionen in die Modernisierung einer Hauptverkehrsader investiert, sollte anschließend dafür sorgen, dass diese leistungsfähig genutzt werden kann, und nicht nach Wegen suchen, ihre Kapazität bewusst zu reduzieren. Das belastet Pendler, Handwerksbetriebe, Lieferverkehre und den Wirtschaftsstandort Köln zusätzlich, schimpft Krüger.“

„Es braucht kein Gutachten für 110.000 Euro, um festzustellen, dass weniger Fahrspuren weniger Leistungsfähigkeit bedeuten. Wer die Mülheimer Brücke bewusst verengt, riskiert Staus, Ausweichverkehre und zusätzliche Belastungen in den angrenzenden Veedeln“, so Krüger abschließend.

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