Gebauer: Blindflug der Schulministerin trägt Unruhe in Gymnasien

Anfrage der FDP-Fraktion

21.08.2012 Meldung FDP-Landtagsfraktion NRW

Die rot-grüne Landesregierung habe kein erkennbares Konzept, wie sie mit den Lehrerstellen an Gymnasien nach dem Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs umgehen will, erklärt Yvonne Gebauer, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion. Prognosen zufolge sollen nach dem Abschluss des doppelten Abiturjahrgangs 2300 Lehrerstellen an Gymnasien landesweit abgebaut werden. Die Landesregierung musste auf eine Anfrage der FDP-Fraktion einräumen, keine verlässlichen Zahlen zum Stellenbedarf an Gymnasien nach dem Schuljahr 2012/2013 zu haben. „Der offensichtliche Blindflug der Landesregierung wird große Unruhe in die Gymnasien tragen. Wieder einmal zeigt sich, welchen geringen Stellenwert neben den ‚Lieblingskindern‘ Sekundarschule und Gesamtschule die Schulform des Gymnasiums für die Landesregierung einnimmt“, betont Gebauer.

„Eine nachhaltige und bestandskräftige Antwort auf unsere gezielten Fragen bezüglich der einzelnen Gymnasien in NRW bleibt die Ministerin weiter schuldig“, kritisiert die FDP-Bildungsexpertin die Informationspolitik der grünen Schulministerin. „Die Antwort der Schulministerin ist gewollt aussageschwach. Frau Löhrmann spielt Verstecken hinter Begriffen wie ‚voraussichtlich‘ und ‚vorübergehend‘. Damit schafft Rot-Grün kein Vertrauen bei Lehrern und Eltern“, erklärt Gebauer. Zudem sei eine qualitätsvolle Planung für die Schulen, insbesondere für die Gymnasien die sich im Aufbau des Ganztages befinden, mit vagen Aussagen und Versprechungen nicht möglich. Gebauer fordert von der rot-grünen Landesregierung konkrete Aussagen, wie man die einmalige Chance, die sich durch den Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs ergibt, nutzen möchte.

Feedback geben