Gebauer: G8 schlägt G9 – kein Nachteil durch verkürztes Abitur

Ergebnisse des doppelten Abiturjahrgangs

26.08.2013 Meldung FDP-Landtagsfraktion NRW

Die Landesregierung hat die Ergebnisse des doppelten Abiturjahrgangs in NRW vorgelegt. Danach haben die „Turbo-Abiturienten“ durchschnittlich ein etwas besseres Leistungsniveau erreicht, als die Schüler nach neun Gymnasialjahren. Mit Sorge hat die schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer, jedoch auf den erheblichen Anstieg der Gesamtschulabiturienten reagiert, die ihren Abschluss nicht geschafft haben: „Die Gründe für diese Entwicklung müssen detailliert untersucht werden“, fordert sie. 

„Trotz Pleiten, Pech und Pannen beim doppelten Abiturjahrgang haben die Schülerinnen und Schüler ihr Bestes gegeben, was sich in den nunmehr veröffentlichen Daten des Ministeriums zeigt“, sagt Yvonne Gebauer. Die Ergebnisse sind gegenüber den Vorjahren trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen etwa gleich geblieben. Dass im Gesamtergebnis sogar die Abiturdurchschnittsquote beim verkürzten Abitur ein wenig besser ausgefallen ist, erfreue nicht nur die Abiturienten. 

Dennoch gibt es aus Sicht der FDP-Bildungsexpertin einen Wermutstropfen: „Die hohe Zahl und der deutliche Anstieg der Gesamtschüler, die ihren Abschluss nicht geschafft haben, ist erschreckend. Schulministerin Löhrmann muss genau untersuchen, welche Gründe für diese Entwicklung vorgelegen haben.“ Mehr als 7 Prozent aller Gesamtschüler dieses Abiturjahrgangs haben ihr Abschlusszeugnis nicht geschafft. In diesem Zusammenhang müsse das besonders schlechte Abschneiden im Fach Mathematik der Gesamtschul-Abiturienten gesehen werden. 

„Hier ausschließlich die seitens des Ministeriums geleistete Aufgaben-Panne als Ursache anzuführen, wäre ein gewaltiger Irrtum. Denn während sich am Gymnasium zu den Vorjahren keinerlei gravierende Abweichungen zeigen, fällt das Ergebnis an der Gesamtschule völlig anders aus.“ Dort haben in den Grundkursen mehr als ein Drittel, in den Leistungskursen sogar mehr als 40 Prozent der Schüler im Abitur keine voll ausreichende Leistung erreicht. „Das ist ein Umstand, der sich nicht wiederholen darf. Mit der von Rot-Grün geplanten Abschaffung von Noten und des Sitzenbleibens wird eine Trendwende sicher nicht erfolgreich gelingen.“ 

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Yvonne Gebauer, MdL

Yvonne Gebauer, MdL

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