Houben: Zusätzliche Belastungen der Umwelt reduzieren

11.06.2010 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Entsorgung PFT-haltiger Löschmittel aus Kölner Feuerwehrbeständen

Seit über 50 Jahren werden Perfluorierte Tenside (PFT) industriell hergestellt. PFT gelang über mehrere Wege in die Natur, wird dort jedoch aufgrund seiner Stabilität nicht abgebaut. So gelangt es auch in den menschlichen Körper und lagert sich dort ab. PFT soll krebserregend sein und gilt als fortpflanzungsgefährdend. Auch in Köln werden noch immer bewusst größere Mengen dieser Substanz, z.B. durch PFT-haltige Löschschäume, in die Umwelt eingebracht. Zur nächsten Ratssitzung bringt die FDP-Fraktion deswegen einen Antrag... ein. Dazu erklärt der Wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, :

„Ein Ratsbeschluss zur Verhinderung überflüssiger PFT-Umweltbelastungen ist dringend notwendig. Selbst in Muttermilch wurde mittlerweile PFT nachgewiesen. Zwar gibt es mehrere Wege, auf denen PFT in die Umwelt gelangen kann, wie z.B. durch Abwasser industrieller Produktionen, durch Sickerwasser von Deponien und durch die Ausbringung PFT-haltiger Düngemittel, aber besonders durch die Verwendung PFT-haltiger Löschschäume gelangen bei Einsätzen auf einmal große Mengen davon in die Umwelt.

Nachdem von der Kölner Stadtverwaltung vor kurzem noch Entwarnung gegeben wurde, sind nun auch bei uns die ersten Bade- und Angelverbote für Seen verhängt worden. Im Verdacht für die teilweise grenzüberschreitenden PFT-Werte in unseren Gewässern stehen die Löschschäume, gab nun das Umweltamt bekannt.

Eine bereits ratifizierte EU-Richtlinie verbietet die Nutzung solcher Produkte mit Ausnahme gewisser Altbestände. Deswegen fordern wir nicht nur eine Erfassung sämtlicher Bestände der Kölner Berufs- und freiwilligen Feuerwehr an PFT-haltigen Löschschäumen, sondern auch eine detaillierte Darlegung, welche sicheren Ersatzprodukte am Markt verfügbar sind. Eine ordnungsgemäße Entsorgung sämtlicher Bestände ist durch die Kölner Berufsfeuerwehr durchzuführen.

Wenn wir nun keine Maßnahmen ergreifen, werden weitere Verbote folgen und die Gesundheit der Kölner Bürgerinnen und Bürger wird weiter gefährdet. Deswegen müssen wir das Möglichste tun und die Umweltbelastungen senken.“

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