Junkie-Bund in Humboldt-Gremberg soll unverzüglich geschlossen werden

25.05.2007 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Mendorf: Vorgang ist Super-Gau und Anschlag auf die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil

Zum Überfall eines Drogenabhängigen auf einen achtjährigen Jungen am Montag in Humboldt-Gremberg erklärt Marco Mendorf, Mitglied des Rates der Stadt Köln und FDP-Sprecher für Drogenpolitik:

"Ich bin erschüttert über den Überfall auf einen achtjährigen Jungen in Humboldt-Gremberg und wünsche ihm eine gute Genesung.

Der Vorgang von Montag ist ein Super-Gau, ein Anschlag auf alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Humboldt-Gremberg. Der Vorgang ist aber auch Ausdruck politischer Verantwortungslosigkeit.

Wir haben seit Jahren vor der akuten Sicherheitsgefahr vor allem für Kinder gewarnt. Seit Jahren ist bekannt, dass sich im Stadtteil immer mehr drogenabhängige Menschen aufhalten und die Drogenkriminalität zunimmt. Von der städtischen Verwaltung wurden die Zustände in Humboldt-Gremberg lange verharmlost und bestritten – und lange nicht gehandelt.

Erst nach monatelanger Diskussion, öffentlichem Druck, einer Demonstration der Bürgerinnen und Bürger sowie einer politischen Initiative der FDP im zuständigen Gesundheitsausschuss der Stadt Köln wurde im November 2006 die Schließung des Junkie-Bundes auf der Taunusstraße in Humboldt-Gremberg beschlossen.

Seit dem sind unzählige Gespräche zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, dem Bürgerverein und vielen städtischen Dienststellen geführt worden. Ein konsequentes und entschlossenes Handeln ist aber nicht zu erkennen. Und die Schließung und Verlagerung des Junkie-Bundes ist bis heute nicht erfolgt. Im Gegenteil: Die Verwaltung meint, sie hätte bis heute keine neuen Räumlichkeiten gefunden.

Ich empfinde das zögerliche Vorgehen der Stadtverwaltung als unentschlossen und als Hinhaltetaktik. Der Gesundheitsausschuss und die Bezirksvertretung haben in einem unmissverständlichen Beschluss

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