"Köln muss einzigartige Marktbedingungen entschlossen nutzen"
Reker auf Immobilienmesse ExpoReal
07.10.2015 Meldung Wahlbüro Henriette Reker
Die unabhängige Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker besuchte zu Wochenbeginn die international beachtete Münchener Immobilienmesse ExpoReal. In Gesprächen mit Investoren und Vertreterinnen und Vertretern der Immobilienbranche informiert sie sich angesichts des immer knapper werdenden bezahlbaren Wohnraums über nachhaltigen Stadtplanung und -entwicklung.
"Köln wird langfristig um 200.000 Menschen wachsen während der Trend zum Single-Haushalt weiter anhält und die Situation weiter verschärft. Auch tausende Flüchtlinge werden langfristig Teil dieser Stadt bleiben und benötigen ebenfalls dringend Wohnraum", erklärt die OB-Kanididatin.
Die Anstrengungen der Stadt seien noch nicht ausreichend, so Reker weiter: "Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG hat beim sozialen Wohnungsbau einen historischen Tiefstand erreicht und das kooperative Baulandmodell erweist sich als viel zu bürokratisch für Investoren.
Köln ist als wachsende Metropole ein attraktiver Standort für Investoren. Die aktuell einzigartige Marktlage, die es Investoren erlaubt, Projekte in sehr großem Umfang umzusetzen, muss Köln daher entschlossen nutzen. Wir können nicht länger warten, bis Investoren zu uns kommen - die Stadt muss hier dringend proaktiver werden und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.
Ich werde daher als Oberbürgermeisterin ein strategisches Flächenmanagement einsetzen, welches gezielt mit attraktivem Bauland auch Wohnbauträger anspricht. Gleichzeitig werde ich alles daran setzen, dass die GAG als kommunales Unternehmen seiner Funktion gerecht wird." Als positive Vermarktungsbeispiel nennt Reker das Deutzer Feld, das Clouth-Quartier, das Gelände der Deutschen Welle in Raderberg sowie Mülheim-Süd.
In Zukunft wolle sie zudem, so REKER abschließend, "die Kooperation mit der Region deutlich stärken. Viele Kommunen im Umland haben attraktive Flächen zu bieten, die etwa für junge Familien erschlossen werden können. Wenn die Verkehrsverbindung in die Stadt stimmt, wird auch das Umland attraktiver. Hier müssen wir noch viel besser mit unseren Nachbargemeinden zusammenarbeiten. Dies haben mir auch viele Landräte bestätigt, mit denen ich im Wahlkampf erste Ideen austauschen konnte."





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