Kölner CDU beschädigt eigenen Parteichef
01.03.2005 Meldung FDP-Kreisverband Köln
Houben: Selbstzerfleischung schadet Köln und Regierungswechsel
Appell an Landes-CDU, einen Koadjutor zu entsenden
Ganz knapp scheiterte gestern ein Misstrauensantrag im CDU-Kreisvorstand gegen Parteichef Walter Reinarz. Nur durch ein Patt an Stimmen rettete Reinarz sein Amt. Dazu erklärt der Parteivorsitzende der Kölner FDP, Reinhard Houben:
„Würden die CDU-Kreisvorstandssitzungen live im Fernsehen übertragen, würden sie jede Seifenoper um Längen schlagen! Der versuchte und knapp gescheiterte Putsch gegen Walter Reinarz zeigt, wie weit der Selbstzerfleischungsprozess in der CDU schon gediehen ist. Wer 11 Wochen vor der Landtagswahl ohne Rücksicht auf den Flurschaden den eigenen Parteichef der größten Stadt in NRW derart beschädigt, ist politisch nicht mehr zurechnungsfähig.
Wie will denn dieser zerstrittene Haufen im Wahlkampf vor die Kölnerinnen und Kölner treten? Die Konsequenzen für die Stadtpolitik selber sind noch gar nicht abzusehen. Die CDU stellt immerhin die Ratsmehrheit und sie müsste alle Anstrengungen in die Bewältigung der schlimmen Haushaltskrise stecken. Stattdessen vergeudet sie Zeit und Kraft in personelle Auseinandersetzungen, die nicht nur die CDU lähmt, sondern die gesamte Stadt.
Ich appelliere darum eindringlich an die Kölner CDU und deren Kreisvorstand, endlich wieder das Wohl der Stadt und des Landes in den Vordergrund des Handelns zu stellen. Wenn sie das nicht können, sollte die CDU die Konsequenzen ziehen und die Stadt mit ihren unappetitlichen Affären nicht weiter belasten oder die Ratsverantwortung abgeben. Der CDU-Landesverband ist aufgefordert, einen Koadjutor zu entsenden und dem Kreisvorstand zu Seite zur stellen, um in Köln für die Landtagswahl zu retten, was noch zu retten ist.“





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