Lambsdorff verurteilt Anschlag

Besuch bei türkischer Zeitung

08.01.2013 Meldung FDP im Europäischen Parlament

Bei seinem Besuch im Kölner Büro der der türkischen Tageszeitung Zaman verurteilte der Vorsitzende der FDP im EP, Alexander Graf Lambsdorff, Türkei-Berichterstatter der liberalen Fraktion im Europäischen Parlament, den Brandanschlag auf die Redaktionsräume. An dem Gespräch nahmen unter anderem Mustafa Altas, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der World Media Group (Herausgeberin der Zaman), Mahmut Cebi, der Geschäftsführer von Zaman Deutschland sowie Zamans EU-Korrespondent Selcuk Gültasli teil. Lambsdorff erklärte anschließend: 

„Die Anschläge auf die Redaktionsräume von Zaman in Köln, Paris, London und Zürich zeigen, dass es hier um eine europaweite Terror- und Einschüchterungskampagne geht, die auch den Tod Unschuldiger billigend in Kauf nimmt. Auch wer mit der Meinung einer Zeitung nicht übereinstimmt, hat noch lange nicht das Recht, zur Gewalt zu greifen. Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit sind in einem Rechtsstaat unbedingt zu schützen. Ich bin hier her gekommen, um namens meiner Partei und meiern Fraktion unsere Solidarität mit den Redakteuren und Journalisten zum Ausdruck zu bringen. Der Anschlag zeigt im Übrigen erneut sehr klar, dass die PKK zu Recht auf der Liste der Terrororganisationen der Europäischen Union steht.“

Bei dem Anschlag auf die Kölner Redaktionsräume im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses war außer Steinwürfen auch ein Brand gelegt worden, der neben Schaden an den Redaktionsräumen auch für die anderen Bewohner des Hauses lebensbedrohliche Folgen hätte haben können. Lambsdorff: "Das war kein Streich von zwei jungen Männern, das war ein Brandanschlag mit potenziell tödlichen Konsequenzen für völlig Unbeteiligte."

Feedback geben