Nach vorne schauen, ohne die Opfer zu vergessen
11.09.2011 Meldung FDP-Bundestagsfraktion
Hoyer: Nicht zu erschütternde Solidarität Am zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 gedachte WerAm zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 gedachte Werner Hoyer der Opfer und deren Angehörigen.ner Hoyer der Opfer und deren Angehörigen. Bei mit Verkehrsflugzeugen ausgeführten Terrorattacken waren in New York, Washington und Pennsylvania mehr als 3000 Menschen ermordet worden. "Die Opfer, ihre Familien und der abscheuliche Versuch, das freiheitliche und demokratische Lebensmodell der westlichen Welt anzugreifen, bleiben unvergessen", sagte Hoyer in Berlin. Mit dem Jahrestag der Anschläge warf Hoyer einen Blick zurück auf den Tag vor genau zehn Jahren: "In einer Sitzungspause der Haushaltsdebatte erhielt ich einen Anruf, der mich auf außergewöhnlich Schreckliches vorbereitete. Als ich nach meiner Rückkehr ins Büro das zweite Flugzeug in den Südturm einschlagen sah, war mir sofort klar, dass nichts mehr so sein würde wie zuvor." Staatsminister Hoyer erinnerte an die "nicht zu erschütternde Solidarität" der westlichen Welt mit "unseren amerikanischen Freunden" und wies darauf hin, dass der gemeinsame Kampf gegen den Terror notwendig gewesen sei. Hoyer gab jedoch zu Bedenken, dass sich "9/11" in den Folgejahren "auf unglückliche Art und Weise" zu einem Dreh- und Angelpunkt der internationalen Politik entwickelt habe. Dadurch habe der Westen wichtige Aufgaben im Zuge der Globalisierung vernachlässigt, was gerade dieser Tage durch die großen finanz- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen allzu deutlich werde. Besonders "das sensible Verhältnis von Freiheit und Sicherheit" sei "nicht immer sorgfältig austariert" gewesen, konstatierte Hoyer rückblickend. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten seien aber auf gutem Wege, "das Pendel zugunsten der Freiheit zurückzuschwingen." Als Beispiele führte Staatsminister Hoyer die "National Strategy for Counterterrorism" der Vereinigten Staaten an, die nicht mehr vom "war on terror" spreche, sowie die an Bürgerrechten orientierte Arbeit seiner Parteikollegin, Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Die Umbrüche in der arabischen Welt, so Hoyer, zeigten auf beeindruckende Weise, was geschehe, wenn "Sicherheit auf Kosten von Freiheit zum Credo politischen Handelns" gemacht werde.





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