Niederlagen und Erfolge der Denkmalpflege in Köln

14.04.2005 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Krings zu Gast in der FDP-Fraktion

Der scheidende Stadtkonservator Ulrich Krings nahm die Mitglieder der sogenannten Großen Fraktion der FDP im Rat der Stadt Köln, dem wöchentlichen Treffen aller Mandatsträger und interessierter Parteifreundinnen und -freunde, am gestrigen Abend mit auf eine zweistündige Reise in die Kölner Baugeschichte. Dabei beschrieb er die Aufgaben der Denkmalpflege anhand verschiedener Kölner Beispiele. „Das Wort ‚schön’ kommt als Beurteilungskriterium im Denkmalschutzgesetz nicht vor“, erläuterte Krings. Vielmehr ginge es um den historischen Stellenwert eines Gebäudes für die jeweilige Epoche seiner Entstehung. So sei das Bewusstsein für die Gründerzeitarchitektur erst viel zu spät entstanden, so dass auch nach dem Zweiten Weltkrieg wichtige Zeitzeugen unnötigerweise abgerissen worden seinen.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde warb er für die Erhaltung der herausragenden Gebäude der 50er Jahre in Köln. So nannte er den Abriss des alten Stadthauses an der Gürzenichstraße eine seiner größten Niederlagen, während er den sanierten Spanischen Bau als einen seiner größten Erfolge bezeichnete. In diesem Zusammenhang dankte er FDP-Fraktionschef Ralph Sterck für seine Unterstützung bei diesem Projekt, den ursprünglichen Charakter wiederherzustellen. Überlegungen, die alte Oper am Rudolfplatz wieder aufzubauen, gegen deren Abriss Mitte der 50er Jahre allein die FDP gestimmt hatte, erteilte er eine Absage: „Ich halte von solcher Disney-Architektur nichts, bei der nur eine alte Fassade vor ein Gebäude mit anderem Inhalt und anderer Geschichte geklebt wird,“ erläuterte Krings seine Position.

Hier geht es zu weiteren Meldu... und Initiativen der FDP zum Thema Stadtentwicklung.

Feedback geben