Reker fordert Mobilitätsstationen an Kölner Bahnhöfen

Ortstermin in Radstation am Breslauer Platz

16.10.2015 Meldung Wahlbüro Henriette Reker

Immer mehr Kölnerinnen und Kölner wollen sich mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad fortbewegen. Die Zahlen für Köln zeigen bereits jetzt einen Zuwachs der Radfahrenden mit weiter steigender Tendenz. Außerdem entspricht ein moderner Mobilitätsmix mit stärkerem Anteil des Radverkehrs und des ÖPNV den Klimaschutzzielen und dem Bevölkerungswachstum. Bahnhöfe sind dabei wichtige Verknüpfungspunkte der verschiedenen Mobilitätsformen. 

„Die Kölner Bahnhöfe sind dafür allerdings bislang nicht oder unzureichend gerüstet“, erklärt die unabhängige Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker. „Langfristig brauchen wir Mobilitätsstationen moderner Art, wie wir sie aus Münster oder den Niederlanden kennen. Diese liegen zentral auf den Bahnhofsvorplätzen und bieten neben Abstellmöglichkeiten auch Leihräder, Car Sharing, den Verkauf von Fahrrädern, Ersatzteilen und Fahrradzubehör, Fahrradreinigung, touristische Informationen und eine Verknüpfung zum ÖPNV.“

In Köln gibt es mit der vom Beschäftigungsträger IN VIA betriebenen Radstation am Breslauer Platz bereits ein Angebot, das die Anforderungen einer solchen Mobilitätsstation zum Teil erfüllt. „Aber wir müssen hier dringend einige Verbesserungen vornehmen“, sagt Henriette Reker, die sich bei einem Besuch der Radstation ein Bild vor Ort machte. Die Radstation ist mit über 900 Abstellplätzen die zweitgrößte Station in NRW. Die Auslastung liegt allerdings – trotz großem Bedarf an Radabstellplätzen im Bahnhofsumfeld – bei 60 Prozent. „Kein Wunder“, findet Henriette Reker.

„Die Lage der Radstation ist versteckt auf der Bahnhofsrückseite. Zusätzlich erschweren Dauerbaustellen sowie übermäßig viel Schmutz und ein verwahrloster Eindruck den Zugang. Eine Erweiterung der Radstation in den nordwestlich gelegenen Tunnel hinein wäre beispielsweise eine gute Lösung, die auch neue und vor allem verbesserte Zugangsmöglichkeiten schaffen würden. Das ist praktisch umsetzbar, und ich werde mich als Oberbürgermeisterin dafür einsetzen.“

Darüber hinaus fehlen an allen größeren Bahnhaltepunkten ausreichende, komfortable und sichere Radabstellmöglichkeiten. „In Mülheim, Ehrenfeld, Deutz oder am Bahnhof Süd werden tägliche Hunderte Räder weder wetterfest noch diebstahlsicher abgestellt. Auch hier brauchen wir dringend Mobilitätstationen“, so Henriette Reker. „Als Oberbürgermeisterin werde ich dafür sorgen, dass die bereits bestehenden Planungen für Ehrenfeld und am Bahnhof Süd schnell vorangetrieben und umgesetzt werden und auch an den anderen Haltepunkten Verbesserungen für den Radverkehr realisiert werden.“

Feedback geben