"Riesengroßen Stapel unerledigter Dinge"

Vorwort zu KölnLiberal

28.12.2015 Pressemeldung KölnLiberal - Zeitschrift für Freie Demokraten in Köln

Stephan Wieneritsch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als Henriette Reker Ende November ihren Dienst im Rathaus antrat, hat mich ein Satz in ihrer Ansprache besonders berührt: „Ich bin als Sozialdezernentin eingeschlafen und als Oberbürgermeisterin aufgewacht.“ Was sich im ersten Moment wie ein Märchen anhört, war in Wirklichkeit eine zwingende medizinische Notwendigkeit, um nach dem heimtückischen Messerangriff ihr Leben zu retten.

Bereits wenige Wochen nach diesem schrecklichen Mordanschlag sind sie und die anderen Opfer glücklicherweise alle wieder auf den Beinen, die körperlichen Wunden weitgehend verheilt. Wir wünschen allen Betroffenen, dass auch die seelischen Verletzungen wieder verheilen werden. 

Henriette Reker hat mit ihrem Amtsantritt einen riesengroßen Stapel unerledigter Dinge von ihrem Vorgänger übernommen. Das Opern-Desaster, die Nord-Süd-Bahn-Tragödie, die Instandhaltungskatastrophe an den städtischen Schulen, dazu eine finanzielle Schieflage der Stadt mit drohender Haushaltssicherung. 

Bleibt zu hoffen, dass die Rekerianer, die sie im Wahlkampf überraschend überparteilich einig und so erfolgreich unterstützt haben, dieses auch weiterhin tun. Denn alleine wird sie es schwer haben, eine SPD-dominierte Stadtverwaltung zu modernisieren, dort eine neue Entscheidungskultur zu etablieren, während Börschel & Co. hinter den Kulissen bereits die nächste OB-Wahl „vorbereiten“. Verdient hätte sie das nicht!

Mit liberalen Grüßen

Stephan Wieneritsch
Chefredakteur

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