Stellungnahme der FDP/KSG-Fraktion Köln zur erneuten Verzögerung auf der Bonner Straße
Görzel: „Zeit ist Geld“ ist für Stadt offensichtlich ein Fremdwort
16.06.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP/KSG-Fraktion, Volker Görzel:
„Die Nord-Süd-Stadtbahn auf der Bonner Straße entwickelt sich immer mehr zu einem Paradebeispiel dafür, warum viele Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Fähigkeit der Stadt verlieren, große Infrastrukturprojekte erfolgreich umzusetzen. Zwischen Ratsbeschluss und geplanter Inbetriebnahme werden rund 14 Jahre liegen – für einen Streckenabschnitt von lediglich 2,1 Kilometern mit vier Haltestellen. „Zeit ist Geld“ ist für die Stadt offensichtlich ein Fremdwort.
Während Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende seit Jahren mit Baustellen, Einschränkungen und Umleitungen leben müssen, scheint ein Ende der Maßnahme weiterhin in weiter Ferne. Gleichzeitig sind die Gesamtkosten mittlerweile auf rund 160 Millionen Euro angewachsen.
Diese Schlamperei kann man auch nicht mit sechs Monaten Kampfmitteluntersuchung erklären. Oftmals sind über Wochen wenn nicht gar Monate ohne Konsequenzen keinerlei Bauaktivitäten zu sehen. Die Stadt zahlt schon!
Die FDP/KSG-Fraktion erwartet von den zuständigen Dezernenten keine fadenscheinigen Ausreden sondern eine schonungslose Aufarbeitung der Ursachen und endlich ein hartes Durchgreifen gegen diese Abzocke. Kampfmittelfunde und äußere Umstände können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Projekt dieser Größenordnung offensichtlich nicht ausreichend gesteuert und kontrolliert wurde. Die Kölnerinnen und Kölner haben Anspruch auf Transparenz und Antworten darauf, warum selbst vergleichsweise kurze Infrastrukturprojekte in Köln regelmäßig deutlich länger dauern als angekündigt.
Die Bonner Straße ist längst keine Baustelle mehr, sondern ein Symbol für die chronischen Probleme beim städtischen Management großer Projekte in Köln. Die Menschen sehen seit Jahren superteure Absperrungen, Umleitungen und Einschränkungen – aber viel zu wenig Fortschritt. Köln kann sich an solche Zustände nicht mehr leisten.“






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