Taxis werden vom WM-Geschäft ausgeschlossen
10.04.2006 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Kirchmeyer: Fahrgastunfreundlich und mittelstandsfeindlich
Zu den Bannmeilen um die WM-Stadien erklärt die Stellvertretende Vorsitzende und Verkehrspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Christtraut Kirchmeyer:
"Die Bundesregierung hat jetzt bestätigt, dass auch Taxen von der Bannmeilen-Regelung um die WM Stadien erfasst sind. Danach darf auch das FIFA-WM-Stadion in Köln nicht unmittelbar angefahren werden. Die Taxifahrer sind gezwungen, auf neu einzurichtende Haltebuchten außerhalb des äußeren Sicherheitsringes auszuweichen. Dies ergeben die Antworten auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die jetzt vorliegen.
Den Ausführungen der Bundesregierung lässt sich entnehmen, dass die FIFA mit Rückendeckung der örtlichen Sicherheitsbehörden ihrem Hauptsponsor Hyundai zur Exklusivität innerhalb der Bannmeile um alle Stadien der WM verhilft.
Die mittelständischen Taxi-Unternehmer werden zugunsten des von unbezahlten Volontären betriebenen Fahrdienstes vom Geschäft ausgeschlossen. Dabei dürften die wenigsten dieser Freiwilligen im Besitz eines Personenbeförderungsscheins sein. Dass sie für den Personentransport dennoch den ortskundigen Taxi-Chauffeuren vorgezogen werden können, liegt in einer entsprechenden Freistellungsverordnung begründet.
Diese Regelung ist fahrgastunfreundlich und mittelstandsfeindlich. Um den Kölnerinnen und Kölner die Vorfreude auf die WM nicht ganz zu vermiesen, muss die FIFA jetzt klären, wie und wo in Köln die Taxifahrer ihre Fahrgäste absetzen und aufnehmen können."
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