Wackerhagen: Kämpfen weiter für Staatsphilharmonie
27.03.2010 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
FDP-Köln enttäuscht über Ablehnung
Zur Entscheidung der Landesregierung, das Gürzenich-Orchester nicht zur Staatsphilharmonie Nordrhein-Westfalen zu erheben, erklärt der Kulturpolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion Dr. Ulrich Wackerhagen:
Die Kölner FDP ist sehr bestürzt darüber, dass die Landesregierung wenige Wochen vor Ende der Legislaturperiode die meisten Vorschläge der von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers eingesetzten Expertenkommission „Kunst NRW“ verworfen hat. Die externen Fachleute hatten 2008 u.a. empfohlen, das Gürzenich-Orchester in eine Staatsphilharmonie umzuwandeln. Damit bestätigt sich erneut, die ablehnende Haltung von Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockoff gegenüber Köln, obwohl er auch in Köln wiederholt gefordert hat, Leuchttürme zu benennen. Dazu zählt eindeutig das Gürzenich-Orchester Köln, auch wenn der Staatssekretär meint, es sei schwierig zu sagen, welches Orchester die „Nummer eins“ in NRW ist.
Das Gürzenich-Orchester ist unverkennbar das beste Orchester im Land. Es hat nicht nur im November 2009 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Einspielung der 5. Symphonie von Gustav Mahler erhalten, sondern wird mit dem „Ring der Nibelungen“ von Richard Wagner die Bundesrepublik Deutschland auf der Weltausstellung EXPO 2010 in Shanghai vertreten. Das Orchester unter der Leitung von Markus Stenz besitzt eine extrem hohe Qualität und ist bestens geeignet als Kulturbotschafter des Landes unterwegs zu sein. Auch wenn der Kulturstaatssekretär ihm diese herausragende Stellung abspricht, so wird sich die Kölner FDP weiterhin für dieses ehrgeizige Ziel einsetzen.
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