Wiedergewonnenes Vertrauen festigen

Schreiben von Yvonne Gebauer an die Freien Demokraten

25.05.2015 Pressemeldung KölnLiberal - Zeitschrift für Freie Demokraten in Köln

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kölner Freie Demokraten, unverhofft kommt oft! Mit diesen Worten habe ich meine Vorstellung auf dem vergangenen FDP-Parteitag zur Wahl zu Ihrer neuen Kreisvorsitzenden eröffnet. 

Heute möchte ich mich mit diesen Worten bei Ihnen bedanken! Bedanken für das mir durch ein überwältigendes Ergebnis entgegengebrachte Vertrauen in die zukünftige Arbeit als Ihre Kölner Kreisvorsitzende. In diesen Tagen lege ich zusammen mit meinen Mitstreitern, dem Team des Kreisvorstandes, die Marschrichtung für die kommenden Jahre unserer FDP-Köln fest.

Wichtige Themenfelder der Freien Demokraten, wie Wirtschaft und Bildung, werden auch in der Kölner FDP-Politik einen besonderen Stellenwert einnehmen. Aber auch den Fragen in Bezug auf Köln als wachsende und zugleich Zuwanderungsstadt mit all ihren damit verbundenen Chancen, aber auch großen Herausforderungen müssen wir uns als Kölner
FDP stellen und positionieren. Was hat Köln zu bieten? Köln als Kulturstadt, als Weltstadt, als lebens- und liebenswerte Stadt, als Metropole am Rhein zwischen Eifel, Ruhrpott und
Bergischem Land? Wo liegen die Schätze, die noch gehoben werden wollen? Was
sind die größten Probleme der Stadt, zu deren Lösungen wir mit liberaler Handschrift beitragen wollen?

In diesem Zusammenhang nur ein Stichwort: Urbane Stadt. Von Freien Demokraten
ist auch eine Antwort auf das Spannungsfeld zwischen mediterraner Lebensweise auf den Plätzen und Straßen Kölns einerseits sowie dem Bedürfnis nach Ruhe der Anwohner andererseits zu suchen. Wo hört die Freiheit des einzelnen auf und wo beginnt die des
anderen? 

Und last, but not least: Wie verhalten wir uns gegenüber dem politischen Mitbewerber? Was setzen wir Liberale grüner Verhinderungspolitik entgegen unter Berücksichtigung von Ökonomie versus Ökologie? Was halten wir sozialdemokratischer Politik nach Gutsherrenart entgegen, die Köln eigenmächtig regiert und dominiert? 

Und wo grenzen wir uns ab von einer mitunter bewegungsunfähigen CDU, die viel zu oft das Rudern anderen überlässt – Selbst an Stellen, wo nur Paddeln im seichten Gewässer angesagt wäre. Die zweite Hälfte dieses Jahres wird davon geprägt sein, trotz nicht unerheblicher Spannungen und zum Teil unterschiedlichster Ansichten von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und den Freien Demokraten, unsere gemeinsame OBKandidatin, Frau Henriette Reker, durch den Wahlkampf zu führen und zur neuen Oberbürgermeisterin wählen zu lassen.

Um dieses Projekt zum Erfolg zu führen, bedarf es des politischen Engagements jedes Einzelnen von uns. Diese einmalige Chance auf einen Führungswechsel, verbunden mit einem Wechsel des Führungsstils sollten wir nutzen, um Köln zukunftsfähig aufzustellen. Das fulminante Ergebnis der Freien Demokraten und ihrer Spitzenkandidatin Katja Suding bei der Hamburger Bürgerschaftswahl lässt hoffen. Es lässt hoffen auf wiedergewonnenes Vertrauen in eine starke, erkennbar liberale Politik. 

Gleichwohl: eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. In den kommenden Wochen und Monaten gilt es, dieses wiedergewonnene Vertrauen in liberale Politik auch bei den Kölnerinnen und Kölnern zu festigen und um ehemalige aber auch neue Personenkreise zu erweitern. Dafür bedarf es des politischen Engagements jedes Einzelnen von uns. Sorgen wir gemeinsam für viele Schwalben und somit für einen stabilen Sommer, einen liberalen Sommer.

Herzlichst Ihre

Yvonne Gebauer MdL

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Yvonne Gebauer, MdL

Yvonne Gebauer, MdL

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