Konzeptionsförderung für freie Gruppen sicherstellen

Dringlichkeitsantrag der GRÜNE-, SPD- und FDP/KSG-Fraktion im Auschuss für Kunst und Kultur

07.05.2026 Anträge FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Beschluss:
Der Ausschuss Kunst und Kultur beschließt:

1. Die Verwaltung wird aufgefordert sicherzustellen, dass Gruppen ohne Haus auch eine Strukturförderung in angemessenen notwendigen Umfang beantragen und erhalten können, auch im Rahmen mehrjähriger Projektförderungen.

2. Die Frage, ob langfristig eine Konzeptions- oder mehrjährige Projektförderung erfolgen soll, soll im Rahmen der Neufassung des Theaterförderkonzeptes nach Fachgespräch mit Verwaltung und Politik entschieden werden.

Begründung:

Im derzeit gültigen Theaterförderkonzept ist das Instrument einer vierjährigen Konzeptionsförderung vorgesehen. Antragsberechtigt sind dort „in Bezug auf ihre Organisationsstruktur professionell arbeitende Theater und Theatergruppen“ für einen Zeitraum von vier Jahren.

In der gerade abgeschlossenen Ausschreibung der neuen Konzeptionsförderung wurden die Bedingungen dieser Förderung verändert: Antragsberechtigt waren nur Theater mit festem Haus und die Förderphase wurde auf zwei Jahre festgelegt. Diese Veränderungen sind dem Vernehmen nach im Vorgriff auf Anpassungen für ein noch zu verabschiedendes neues Theaterförderkonzept erfolgt. Solche Anpassungen mögen sinnvoll sein. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass vor einer Verabschiedung eines neuen Theaterförderkonzeptes keine irreversiblen Schäden in der Förderlandschaft erfolgen. Insbesondere ist sicherzustellen, dass auch freie Gruppen ohne festes Haus - wie im aktuell gültigen Konzept vorgesehen - eine längerfristige, strukturelle Förderperspektive erhalten können.

Es war eine der wesentlichen Errungenschaften des Theaterförderkonzeptes, dass den diversen Organisationsstrukturen der Freien Theaterszene Rechnung getragen wurde. Dies sollte auch in Zukunft sichergestellt sein.

Begründung der Dringlichkeit:

Die Neuausschreibung der Konzeptionsförderung ist jüngst erfolgt. Auf Grundlage der Bewerbungen wird die Jury einen Vorschlag für Theater mit festem Haus zum nächsten Ausschuss (Juni) machen. Es ist deshalb wichtig, dass parallel ein Vorschlag im oben dargestellten Sinn erarbeitet wird.

Feedback geben