Kulturelle Bildung
gem. Antrag im Ausschuss für Kust und Kultur
12.03.2026 Anträge Grüne-, CDU-, Linke-, FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Die antragstellenden Fraktionen beantragen eine Neujustierung der Kulturellen Bildung in Köln. Das Thema kulturelle Bildung soll (auch) organisatorisch wieder als gemeinsame Aufgabe der Dezernate 4 und 7 festgeschrieben werden.
Dazu beschließt der Ausschuss folgende Punkte:
- Die organisatorische Zuständigkeit für die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung wird (wieder) als Schnittstelle zwischen den Dezernaten „Kunst und Kultur“ sowie „Jugend und Schule“ festgeschrieben.
- Zu den Aufgaben dieser Koordinierungsstelle soll neben den bisherigen zukünftig gehören:
- die breiten Angebote der freien Szene, der Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Kulturinstitutionen im Bereich kultureller Bildung sichtbarer zu machen, z.B. auf einer neu zu gestaltenden Plattform mithilfe einer Digitalisierungskampagne oder ggf. durch die Ertüchtigung und Bewerbung der bereits bestehenden Plattform „Musenkuss“.
- neben der digitalen Sichtbarmachung und Bewerbung der Angebote gezielt Formate der aktiven Ansprache und Beziehungsarbeit in den Stadtteilen zu entwickeln und umzusetzen.
- eine Verzahnung von Kultur und Schule, Kitas, Akteuren vor Ort (wie z. B. den Interkulturellen Zentren) und Jugendhilfe stärker voranzutreiben.
- Kooperationsmodelle zu organisieren und den Zugang zu allen Angeboten Kultureller Bildung in allen Stadtbezirken, auch mit besonderem Fokus auf die Sozialraumkoordinierungsgebiete, so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten.
- regelmäßige Sachstandsberichte in den zuständigen Ausschüssen
- Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept zur Umsetzung einer Neujustierung der kulturellen Bildung im oben beschriebenen Sinne und legt dieses zeitnah den entsprechenden Fachausschüssen vor.
- Der Ausschuss appelliert an das Land, die Förderprogramme zur kulturellen Bildung passgenauer an die Bedarfe in den Kommunen, den Schulen, KiTas und Institutionen kultureller Bildung anzupassen.
Begründung:
In der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 24.06.2025 wurde beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, „alle Angebote der kulturellen Bildung der Stadt Köln zusammenzuführen und auf einem Portal öffentlich zugänglich zu machen und zu bewerben“.
Zur Umsetzung sollte eine gemeinsame Arbeitsgruppe „kulturelle Bildung“ der Dezernate IV und VII gebildet werden, bzw. die bereits in diesem Bereich zwischen den Dezernaten tätige Steuergruppe kulturelle Bildung mit der Aufgabe betraut werden.
Mit unserem Antrag gehen wir nun einen Schritt weiter – denn in der Sitzung des KUK am 29.01.2026 wurde in einer Mitteilung der Verwaltung deutlich, dass der Antrag in den derzeitigen Strukturen keine wirkliche Umsetzung erfahren kann.
Wir begrüßen, dass bereits auf Initiative des Museumsdienstes Köln Mitte September 2025 ein erstes Abstimmungs- und Arbeitstreffen zu dem Beschluss stattgefunden hat, an dem viele Akteur:innen teilgenommen haben. Der Hinweis auf bereits bestehende Plattformen ist ebenfalls nachvollziehbar, aber u.E. nicht ausreichend. Der Antrag im Juni 2025 wurde sehr wohl in Kenntnis der bestehenden Plattformen und Fördermöglichkeiten gestellt und auch in Kenntnis der damit einhergehenden Praxis.
Unsere Antwort darauf ist angesichts der Haushaltslage eine Neuausrichtung der Arbeit und das Festhalten an der Notwendigkeit einer neuen und übersichtlichen Kenntlichmachung der zahlreichen bestehenden Angebote, dem Aufbau neuer Kooperationen und der Organisation dieses Prozesses.
Das soll die Plattform Musenkuss nicht in Frage stellen, aber zusätzliche Möglichkeiten schaffen.
Wenn eine kreativ gestaltete benutzerfreundliche und übersichtliche Plattform geschaffen wird, wird automatisch die Reichweite und auch die Nachfrage erhöht.
Die Ansiedlung der Kulturellen Bildung als Schnittstelle zwischen beiden Dezernaten (4 und 7) ermöglicht es, die jeweiligen Fachexpertisen zusammenzuführen.





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