Stellenabbau bei RTL: Sachstand zu freiwerdenden Flächen in Köln-Deutz
Anfrage im Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung
05.03.2026 Anfragen FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln
RTL Deutschland hat angekündigt, rund 600 Stellen abzubauen – viele davon am Standort Köln. Gleichzeitig sollen die Büroflächen am Hauptsitz in der „Rheinpark Metropole“ in Köln-Deutz reduziert werden. Diese Entwicklung betrifft nicht nur zahlreiche Beschäftigte und ihre Familien, sondern wirft auch stadtentwicklungspolitische und wirtschaftsstrukturelle Fragen für den Medienstandort Köln auf.
Gerade bei einem der prägenden Medienunternehmen unserer Stadt darf die Entwicklung nicht lediglich zur Kenntnis genommen werden. Es ist Aufgabe der Stadt, frühzeitig Transparenz herzustellen, negative strukturelle Effekte zu begrenzen und mögliche Chancen für Neuansiedlungen oder innovative Nutzungen aktiv zu prüfen.
Die angekündigten Einschnitte bei RTL sind auch ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Köln. Umso wichtiger ist es, jetzt strategisch zu handeln, wirtschaftliche Dynamik zu erhalten und strukturellen Leerstand zu vermeiden. Köln muss auch künftig ein starker, wettbewerbsfähiger und innovativer Medienstandort bleiben.
Vor diesem Hintergrund bittet die FDP/KSG-Fraktion um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Welche konkreten Kenntnisse hat die Stadt Köln über den Umfang und den zeitlichen Ablauf der geplanten Stellenstreichungen sowie der damit verbundenen Flächenreduzierung am Standort Köln-Deutz?
- Steht die Verwaltung bereits im Austausch mit RTL Deutschland sowie mit dem Eigentümer der Immobilie, um drohenden Leerstand frühzeitig zu vermeiden und Perspektiven für eine Nachnutzung zu entwickeln?
- Gibt es nach Kenntnis der Verwaltung bereits Interessenten oder Nutzungskonzepte für die freiwerdenden Flächen, insbesondere aus dem Bereich der Medien-, Digital- oder Kreativwirtschaft?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Stadt beziehungsweise die KölnBusiness Wirtschaftsförderung, um den Medienstandort Köln in dieser Situation aktiv zu stärken, Unternehmen anzusiedeln und qualifizierte Arbeitsplätze in der Stadt zu sichern?
- Sieht die Verwaltung in den freiwerdenden Flächen Potenzial für die Entwicklung eines Innovations- oder Gründerzentrums, insbesondere für Start-ups und Unternehmen aus der Medien- und Kreativwirtschaft, und wird eine solche Option geprüft?





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