Delegationsreise voller Erfolg

23.09.2011 Meldung Stadt Köln

Oberbürgermeister Jürgen Roters richtete Grußwort an Stadtparlament von Rio de Janeiro

Eine sehr positive Bilanz hat Oberbürgermeister Jürgen Roters nach seinem Aufenthalt mit einer Kölner Delegation in Rio de Janeiro gezogen: „Der Besuch in Kölns jüngster Partnerstadt zur Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages und zur Präsentation Kölns im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage war ein voller Erfolg. Die Stadtregierung von Rio hat in den vielen Gesprächen, die wir führten, den Eindruck bekommen, dass wir die Städtepartnerschaft nachhaltig und auf vielen Ebenen gestalten wollen und beide Seiten davon profitieren. Dies habe ich auch in meinem kurzen Grußwort vor dem Stadtparlament von Rio deutlich gemacht, zu dem mir spontan Gelegenheit gegeben wurde. Auch mein Amtskollege Eduardo Paes konnte sich in unserem Gespräch persönlich davon überzeugen.“ Er freue sich, dass Rios Oberbürgermeister seine Einladung, im Oktober zur Messe UrbanTec nach Köln zu kommen, angenommen habe, so Roters weiter.

Die Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages in Rio sei auf nationaler und internationaler Ebene wahrgenommen worden. So gingen Dr. Werner Hoyer, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, und BDI-Präsident Professor Dr. Hans-Peter Keitel in ihren Reden zur Eröffnung der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage darauf ein.

Dass der neue Städtepartnerschaftsvertrag mehr als nur ein Stück Papier ist, zeige sich auch daran, dass die intensiven Fachgespräche der beiden Beigeordneten, der Vertreterinnen und Vertreter aus der kommunalen und privaten Wirtschaft und städtischer Ämter schon erste konkrete Ergebnisse gebracht hätten, sagte der Oberbürgermeister: „Mit dem Namen Rio sind globale Aktivitäten zum Thema Umwelt und Klimaschutz verbunden. Dafür steht auch die UN-Weltgipfel-Nachfolgekonferenz "Rio plus 20" im Juni 2012. Die Stadtregierung von Rio hat uns gebeten, hier ihre Aktivitäten auf Weltbankebene zu unterstützen.“

Als Aufsichtsratsvorsitzender der Kölnmesse stellte Oberbürgermeister Roters im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Rio de Janeiro gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Gerald Böse, nicht nur die Auslandsaktivitäten der fünftgrößten Messe weltweit vor, sondern auch die neue zukunftsweisende Messe UrbanTec im Oktober in Köln. Wie auf der Delegationsreise bestätigt wurde, haben sich für diese Messe bereits 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus brasilianischen Großstädten angemeldet.

Auch Wirtschaftsdezernentin Ute Berg erwartet, dass die wirtschaftlichen Erfolge der jungen Städtepartnerschaft nicht lange auf sich warten lassen: „Erste Kontakte zu Unternehmen aus Rio und anderen brasilianischen Landesteilen haben wir auf den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen bereits geknüpft. Dabei konnten wir die vielen Standortvorteile Kölns im Herzen Europas überzeugend darstellen. Jetzt gilt es, diese Kontakte zu intensivieren und weiterzuentwickeln, damit sich Unternehmen aus der siebt stärksten Volkswirtschaft der Welt in Köln ansiedeln und Kölner Unternehmen in Brasilien Absatzmärkte finden.“

Sozial- und Umweltdezernentin Henriette Reker sieht ebenfalls viele Anknüpfungspunkte zwischen Köln und Rio de Janeiro, aus denen sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf vielen Ebenen entwickeln kann: „So hat die Stadt Rio bekundet, dass bei den bevorstehenden Großveranstaltungen in der zweitgrößten brasilianischen Stadt, dem Weltjugendtag 2013, der FIFA-Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016, der Aspekt der Nachhaltigkeit (Green Copa) berücksichtigt werden soll. Auch was die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur oder den Klimaschutz angeht, werden die beiden Partnerstädte im Austausch viel gemeinsam lernen und bewirken, das schließt Projekte zur Bewältigung von Verkehrsproblemen in den Metropolen ein. Entsprechende Konzepte wurden bereits ausgetauscht.“

Aus Sicht der vier mitgereisten Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Köln war die Reise in Kölns jüngste Partnerstadt ebenfalls sehr lohnenswert, stellten übereinstimmend Martin Börschel (SPD), Winrich Granitzka (CDU), Barbara Moritz (Grüne) und Ralph Sterck (FDP) fest: „Der Städtepartnerschaftsvertrag und die Gespräche sind eine hervorragende Grundlage für eine hoffentlich intensive und nachhaltige Zusammenarbeit beider Städte. Der Erfahrungsaustausch von Stadtparlament und Verwaltung muss nun fortgesetzt werden. In Planung und Durchführung von Großereignissen können beide Städte viel voneinander lernen, das haben die Gespräche gezeigt. Wünschenswert wäre eine Kölner Schulpartnerschaft mit der Deutschen Schule in Rio de Janeiro, die als exzellente Schule zertifiziert ist.“

Erste Ergebnisse der Gespräche in der Partnerstadt Rio
- Zur Kölner Messe Anuga im Oktober wird eine größere Delegation aus Rio de Janeiro nach Köln kommen. Zur Messe UrbanTec hat Rios Oberbürgermeister Paes sein Kommen in Aussicht gestellt.
- Köln wird in die Vorbereitung der Rio plus 20-Konferenz im Juni 2012 einbezogen.
- Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt Mittel bereit, damit Köln gemeinsam mit anderen deutschen WM-Städten bei der Ausrichtung der WM in Brasilien beraten kann, die Stadt Rio hatte um einen solchen Erfahrungsaustausch gebeten.
- Der Präsident des Stadtparlaments von Rio, Jorge Felippe, will Köln zum Erfahrungsaustausch für die Ausrichtung des Weltjugendtages 2013 besuchen.
- Rios Kulturdezernent Emilio Kalil zeigte großes Interesse an einem Gastspiel der Kölner Oper 2013 in der städtischen Oper Rio de Janeiros.
- Die Präsidentin des brasilianischen Wasserwirtschaftsverbandes kommt im Dezember zu Gesprächen nach Köln.
- Vertreterinnen und Vertreter in Rio zeigten sich stark interessiert an Konzept und Umsetzung von Müllentsorgung, -verwertung und -verbrennung in Köln.
- Der Zugleiter des Kölner Rosenmontagszuges, Christoph Kuckelkorn, will Erfahrungen und Ideen aus den Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Karnevals in Rio im Festkomitee Kölner Karneval beraten und, wenn möglich, manches schon in der nächsten Session umsetzen.

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Werner Hoyer

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Staatsminister a.D.

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