FDP/KSG warnt vor einspuriger Luxemburger Straße und moniert Steuergeldverschwendung

Sterck: Eine Stadt muss funktionieren und darf nicht totberuhigt werden

30.07.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Ralph, Sterck, FDP

Die Pläne des Verkehrsdezernats, die Luxemburger Straße auf eine Fahrspur je Richtung zu reduzieren, stoßen bei der FDP/KSG-Fraktion auf deutliche Kritik. 

„Mit derselben Logik könnte man die Luxemburger Straße auch komplett für Autos und die Stadtbahn sperren. Dann wäre es noch leiser“, erklärt Ralph Sterck, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP/KSG-Fraktion. „Eine Stadt muss aber funktionieren und darf nicht totberuhigt werden. Die Luxemburger Straße ist eine Bundesstraße und eine der wichtigsten Verkehrsachsen Kölns. Wer dort wohnt, weiß, dass sie keine Anliegerstraße ist.“

Besonders unverständlich ist für die FDP/KSG, dass die Stadt rund 270.000 Euro für eine Untersuchung ausgeben will, die die Auswirkungen einer Einspurigkeit analysieren soll.

„Das ist in der aktuellen Haushaltslage völliger Wahnsinn. Überall hören wir, dass Geld fehlt. Freie Träger kämpfen ums Überleben, an vielen Stellen wird jeder Euro zweimal umgedreht. Gleichzeitig leistet sich die Stadt eine Viertelmillion Euro für eine Untersuchung, deren Ergebnis bestellt wurde. Wenn die Kämmerin den Verkehrsdezernenten – wie schon bei der Untersuchung zur Einspurigkeit der Mülheimer Brücke – von ihren Sparvorgaben ausnimmt und seine teuren ideologischen Projekte verschont, verlieren ihre Sparappelle jede Glaubwürdigkeit und Akzeptanz“, so Sterck.

Hinzu komme ein weiterer grundlegender Mangel bisheriger Immissionsuntersuchungen. „Die Verwaltung möchte den Verkehrslärm der Autos betrachten, obwohl gleichzeitig die Stadtbahn mitten über die Luxemburger Straße fährt und dort ebenfalls erhebliche Lärmemissionen verursacht. Wer den Lärm wirklich bewerten will, muss das Gesamtbild betrachten und sich nicht nur einen Teil herauspicken.“

Die FDP/KSG setzt stattdessen auf einen 5-Punkte-Plan, der Lärmschutz und leistungsfähige Mobilität miteinander verbindet. 

Dazu gehören kurzfristig der Erhalt der Vierspurigkeit mit lärmminderndem Flüsterasphalt und einer optimierten Grünen Welle sowie langfristige Maßnahmen wie die Verlängerung der Linie 18 als Metrolinie im Fünf-Minuten-Takt bis Hürth-Mitte, ein Park-and-Ride-Parkhaus an der Autobahnabfahrt Klettenberg, die Beschleunigung der Realisierung des S-Bahn-Westrings mit neuen Stationen an der Weißhausstraße und am Gürtel sowie die längst überfällige Neugestaltung der Berrenrather Straße als attraktive Radverkehrsverbindung.

„Lärmschutz und Mobilität sind kein Widerspruch. Man muss nur bereit sein, intelligente Lösungen zu entwickeln, statt die Leistungsfähigkeit unserer Hauptverkehrsachsen Stück für Stück zurückzubauen“, so Sterck abschließend.

Ralph Sterck, MdR

Ralph Sterck, MdR

Mitglied des Rates der Stadt Köln

Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion

mehr erfahren

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Rathaus
50667 Köln
Fon 0221 221 23830
Fax 0221 221 23833
ralph.sterck@stadt-koeln.de