FDP/KSG fordert erneut mehrsprachige Formulare für ausländische Fachkräfte
Görzel: Internationalität predigen aber an Bürokratie scheitern
24.04.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln fordert die Verwaltung erneut auf, zentrale Formulare wie den Antrag auf einen Aufenthaltstitel wieder mehrsprachig online bereitzustellen. Ein entsprechender Antrag wird im zuständigen Ausschuss eingebracht.
Bereits im November 2024 hatte die damalige FDP-Fraktion genau dies gefordert. Damals wurde der Antrag mit dem Verweis abgelehnt, dass im Zuge der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes zeitnah wieder mehrsprachige digitale Antragsstrecken zur Verfügung stehen würden. Diese Zusage ist bis heute nicht eingelöst worden.
„Nachdem wir Hinweise aus der Wirtschaft erhielten, dass angeworbene ausländische Fachkräfte zurzeit nicht einmal auf Englisch ihren Aufenthalt in Köln beantragen können, haben wir das Thema frühzeitig auf den Tisch gelegt und eine klare Zusage bekommen. Seit 1,5 Jahren ist nichts passiert. Genau das ist das Problem in dieser Stadt“, erklärt Volker Görzel, Fraktionsvorsitzender der FDP/KSG. „Wer internationale Fachkräfte nach Köln holen will, darf sie nicht an deutschen Formularen scheitern lassen.“
Zwar lasse sich die Website der Stadt in zahlreiche Sprachen übersetzen, die eigentlichen Anträge seien jedoch weiterhin ausschließlich auf Deutsch verfügbar. „Das ist schlicht widersprüchlich. Man führt die Menschen bis zur richtigen Stelle und lässt sie dann im entscheidenden Moment allein. Das ist weder serviceorientiert noch wirtschaftsfreundlich.“
Für die FDP/KSG ist klar, dass hier ohne großen Aufwand Abhilfe geschaffen werden kann und muss. „Diese Formulare gab es bereits mehrsprachig. Sie wurden im Zuge der Digitalisierung abgeschafft und sollten durch bessere Lösungen ersetzt werden. Dass das nach Jahren nicht passiert ist, sorgt zu Recht für Frust und schadet der Kölner Wirtschaft erheblich“, so Görzel.
Die Fraktion fordert deshalb, die mehrsprachigen Formulare kurzfristig wieder bereitzustellen und damit eine pragmatische Lösung umzusetzen. „Wir können nicht ständig auf zukünftige Systeme verweisen, die dann nicht kommen. Köln braucht jetzt funktionierende Angebote. Alles andere ist ein Bärendienst für den Standort.“







