Grüne Schnapsidee zur Sommerpause
Fahrräder im Rheinufertunnel
16.07.2012 Meldung FDP-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt

Von Lorenz Deutsch
Zum Abschied in die Sommerpause haben unsere BV-Kollegen von Bündnis 90/ Die Grünen ihren verkehrspolitischen Vorstellungen noch einmal freien Lauf gelassen. Auf der Tagesordnung fand sich ein Antrag, der das Durchfahrtsverbot für Fahrräder im Rheinufertunnel aufheben sollte. In der Diskussion dauerte es dann auch nicht lange, bis diese Idee mit der Forderung nach einem Fahrradschutzstreifen vervollständigt wurde.
Die Konsequenz wäre also die Reduzierung auf zwei Fahrspuren und an den jeweiligen Ausfahrten wegen der Abbiegerspuren die Verengung auf eine Fahrspur für die Hauptrichtung. In unseren Augen ist es weder für Fahrradfahrer noch für Autofahrer wünschenswert, in der Tunnelröhre aufeinander zu treffen. Vielmehr ist das ein erneuter Versuch, die Fahrradfahrer als Verkehrshindernis für Autofahrer zu missbrauchen. Als fahrradfreundliche Politik können wir das jedenfalls nicht begreifen.
Von den Antragstellern wurde als Argument die dichte Fußgängernutzung der Rheinpromenade vor der Altstadt an Wochenenden angeführt. Für Fahrradfahrer sein da kein zügiges Durchkommen. Dass man sich dann auf dem kurzen Stück vielleicht mit angepasster Geschwindigkeit, also Schritttempo bewegen muss, scheint also für Fahrräder unzumutbar. Solche Argumentationen greifen wohl nur für die Regulierung des Autoverkehrs. Immerhin für Fahrradfahrer gilt bei den Grünen noch der alte, regulierungsfeindliche Slogan „Freie Fahrt für frei Bürger“.






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