Hoyer besucht französischen Amtskollegen

28.01.2011 Meldung FDP-Bundestagsfraktion

Am Dienstag sind Staatsminister Werner Hoyer und sein französischer Amtskollege Laurent Wauquiez, die Beauftragten beider Staaten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, aus Anlass des Deutsch-Französischen Tages in Paris zusammengetroffen.

Bei einem Mittagessen tauschten sich Hoyer und Wauquiez über die wichtigsten aktuellen europäischen wie deutsch-französischen Themen aus. Im Anschluss daran bestritten die beiden Beauftragten eine Diskussionsveranstaltung mit Studenten aus deutsch-französischen Studiengängen der renommierten Pariser Hochschule "Sciences-Po".

Unter dem von Madame de Stael entlehnten Motto "Es gilt, in unseren modernen Zeiten einen europäischen Geist zu bewahren" diskutierten Hoyer und Wauquiez über eine breite Palette an Themen: die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, die Verteidigung der Stabilität des Euros, europäische Werte und die Vermittlung der europäischen Idee an den Schulen.

Sowohl Hoyer als auch Wauquiez betonten zum Abschluss der Veranstaltung, wie wichtig ihnen der Austausch mit den Studenten sei, die als Vertreter ihrer Generation die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen und Europas verkörperten.

Ein gemeinsamer Besuch einer Pariser Kindertagesstätte, in der das deutsch-französische Jugendwerk seine für die Jüngsten konzipierte "deutsch-französische Kinderkiste" präsentierte, bot den Politikern die Gelegenheit, über den Deutschunterricht für Kleinkinder in Frankreich zu sprechen.

Die Kinderkiste enthält Lehrmittel zur Unterstützung des frühkindlichen Spracherwerbs. Während der Vorführung der Möglichkeiten der "Kinderkiste" zeigten sich beide Beauftrage von den Fortschritten der Kinder begeistert.

Anlässlich seines Besuchs in Paris erklärte Staatsminister Hoyer: "Ich freue mich sehr über das Maß an Vertrautheit und über die Intensität, die die Deutsch-Französische Zusammenarbeit inzwischen erreicht hat. Diese enge Zusammenarbeit ist glücklicherweise für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden."

Eine enge Deutsch-Französische Zusammenarbeit sei für Europa die notwendige, wenn auch nicht die hinreichende Bedingung, um Fortschritte in Europa zu erzielen. "Auch der gestrige Tag hat uns wieder vor Augen geführt, dass wir voneinander lernen können", so Hoyer. "Europa ist dann stark, wenn es seine Kräfte bündelt."

Seit 2003 erinnert der Deutsch-Französische Tag an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags am 22. Januar 1963 durch Bundeskanzler Konrad Adenauer und General Charles de Gaulle. Der Vertrag legte den Grundstein für die enge deutsch-französische Zusammenarbeit der kommenden Jahre und Jahrzehnte.

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Werner Hoyer

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