Höhenkonzept ad absurdum geführt
13.01.2011 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Sterck: Rot-Grün zementiert städtebauliche Missstände
FDP-Fraktionschef Ralph Sterck ist entsetzt über das Vorhaben der Investoren für das Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums am Waidmarkt, das Hochhaus abreißen und in gleichem Umfang neu aufbauen zu wollen. Der von ihm im Vorfeld geforderte Ersatz des Hochhauses gegenüber der romanischen Kirche St. Georg für eine höhere Bebauung an der Nord-Süd-Fahrt war an Rot-Grün gescheitert. Dazu erklärt Sterck:
„Die Investoren wollten das Hochhaus lieber umbauen, als darauf zu hoffen, anderswo auf dem Grundstück ein vergleichbares Baurecht zu bekommen. Dass der Neubau nun billiger ist als eine Sanierung, überrascht nicht. Es wurde eine einmalige Chance vertan, einen städtebaulichen Missstand zu beseitigen, denn nirgendwo in Köln rückt ein Hochhaus so unanständig nah an eine romanische Kirche heran.
Diese Niederlage der Stadtreparatur ist der zögerlichen und uneindeutigen Haltung der SPD/Grünen-Mehrheit im Stadtentwicklungsausschuss zuzuschreiben. Mit Forderungen aus den Reihen ihrer Anhänger, auf einer Höhe von 22,50 Metern einen Deckel auf die innerstädtische Entwicklung zu stülpen, haben sie das Vertrauen der Waidmarkt-Investoren in einen Flächenausgleich zerstört.
Dass die Investoren nun ihr Baurecht ausschöpfen und das Hochhaus 1 zu 1 neu errichten, konserviert die der ehemaligen öffentlichen Nutzung als Polizeipräsidium geschuldeten Bausünde aus den 50er Jahren für die nächsten 100 Jahre. Wie beim ehemaligen Lufthansahochhaus in Deutz, das in seiner wuchtigen Form am rechten Rheinufer erhalten bleibt, führt diese Entwicklung das Höhenkonzept ad absurdum.
Mit dieser entwicklungsfeindlichen Einstellung werden Missstände bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zementiert, ohne die Chance zu nutzen, mit privatem Geld städtebauliche Verbesserungen für eine Aufwertung unseres Stadtbildes realisieren zu können. Rot-Grün und die Verfechter eines "wasserdichten" Deckels auf der Innenstadt haben damit dem Stadtbild einen Bärendienst erwiesen.“






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