Messestandort Essen geschwächt

Houben: KölnMesse sollte sich um weitere abwandernde Messen bemühen

21.01.2014 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Reinhard Houben, MdR

Wie den Medien heute zu entnehmen war, zieht schon eine der zehn Leitmessen, die Messe „Reifen“, Konsequenzen aus dem Essener Bürgerentscheid und wird den Messestandort Essen in Richtung Köln verlassen. Essen ist der neuntgrößte Messestandort in Deutschland. Zumindest war das bisher so. Es ist fraglich, ob das so bleibt. Durch Investitionen in neue Messehallen sollte die Abwanderung von umsatzbringenden Fachmessen verhindert werden. In den vergangenen Jahren sind bereits wichtige Ausstellungen fortgegangen und die Messe schreibt Verluste. Aus diesen Gründen hatte sich der Essener Stadtrat im Sommer mit großer Mehrheit für einen 123 Millionen Euro teuren Neubau entschieden.

Damit wollten sich Kritiker aus dem Lager von Grünen und Linken allerdings nicht abfinden und initiierten einen Bürgerentscheid. 29% der stimmberechtigten Essener Bürgerinnen und Bürger entschieden sich mit 50,4 % zu 49,6% gegen den Ausbau der Messe, an der 3500 Arbeitsplätze hängen. Dazu erläutert Reinhard Houben, Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:

„Mit dem Bürgerentscheid gegen den Ausbau der Messe ist klar, dass Essen seinen Platz als neuntgrößter Messestandort in Deutschland nicht mehr halten kann. Mit den veralteten Messehallen ist im heiß umkämpften Messemarkt kein Geschäft mehr zu machen. Mit dem Bürgerentscheid gegen den Neubau von Messehallen ist eindeutig der Weg in die Mittelmäßigkeit des Messestandortes in Essen eingeschlagen worden.

Nun hat sich nach dem Bürgerentscheid einer der ersten Leitmessen, die Messe „Reifen“ sich entschieden, Essen zu verlassen und nach Köln zu gehen. Die FDP sieht hier Chancen für die KölnMesse, sich um weitere abwanderungswillige Messen zu bemühen. Hier sind insbesondere die umsatzstarke Messe Techno-Classica oder der Publikumsmagnet die Tuning-Messe Essen Motorshow zu nennen, die sicherlich ein ansprechenderes Ambiente für ihre Messe suchen. Hier können die in die Jahre gekommenen Hallen in Essen keine Zukunft mehr bieten.

Nun sollten die Verantwortlichen der KölnMesse zügig handeln und die Chance nicht verschlagen. Denn NRW-Wirtschaftsminister Gerralt Duin hat die Essener Misere schon erkannt und deshalb auch bereits eine engere Kooperation und Koordination zwischen den Messen Essen und Düsseldorf vorgeschlagen. Damit würde dann Düsseldorf anstatt Köln den Zuschlag für diese so geschäftlich interessanten Messen bekommen.“

Feedback geben

Reinhard Houben

Reinhard Houben

Jugendpolitischer Sprecher der FDP/KSG-Fraktion

mehr erfahren

Breite Straße 159
50667 Köln
Fon 0221 253725
info@fdp-koeln.de