Millionengrab Helioschule wegen ungeeignetem Grundstück
Ruffen: Trauerspiel, wie hier mit Steuergeld umgegangen wird
24.02.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Bereits zu Beginn der Idee eines Helios-Schulbauprojekts im März 2014 warnte die FDP vor einem überteuerten und realitätsfernen Unterfangen, auf dem viel zu kleinen Grundstück eine Schule zu errichten. Nun haben die Stadt Köln und das Architekturbüro, das bisher die Planung für den Neubau übernommen hatte, ihren Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Das Projekt soll jetzt neu aufgestellt werden, die Schule bleibt weiterhin eine Baustelle. Stefanie Ruffen, schulpolitische Sprecherin der FDP/KSG-Fraktion, kritisiert:
„Die großen Verlierer sind die Schülerinnen und Schüler der Anfangsklassen von damals: Sie kommen nun in die Oberstufe, ohne jemals von einem großartigen Schulbau profitiert zu haben. Auch weitere Jahrgangsstufen werden niemals dort zur Schule gehen.“
Das Projekt hat inzwischen anstelle der geplanten 91,7 Millionen bereits 156,5 Millionen Euro verschlungen, was eine Belastung des städtischen Haushalts mit einem Defizit von 70 % bedeutet. Hohe Anforderungen an den Brandschutz sowie das unverhältnismäßige Raumprogramm sind hier Kostentreiber.
„Ein Trauerspiel, wie hier mit Steuergeld umgegangen wird. Auf Biegen und Brechen soll eine Schule verwirklicht werden, die gar nicht auf das Grundstück passt“, schimpft Ruffen. Trotz fehlender gesicherter Perspektive für ein zeitnahes Ende wird das Projekt fortgesetzt. Dabei sollte man zumindest darüber nachdenken, ob das Gebäude einer anderen Nutzung zugeführt werden kann und die Schule vielleicht an einem anderen Ort endlich ihre Heimat findet“, so Ruffen abschließend.






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