Paten für Gräbdenkmäler werden vergrault
30.06.2011 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
FDP: Rat muss Notbremse ziehen und alte Regelung wieder einsetzen
Ulrich Breite, FDP-Fraktionsgeschäftsführer, erklärt:
„Köln hatte mit den Patenschaftsgräbern ein äußerst erfolgreiches Modell, um alte Grabstätten mit teils großem kulturellem und geschichtlichem Hintergrund, die unwiederbringlich zu verfallen drohten, mit viel privatem Geld wieder instand zu setzen. Dafür konnten sich die Paten dort bestatten und ihren Namen auf dem Grabstein anbringen lassen.
Doch dann wieherte in der Kölner Stadtverwaltung mal wieder kräftigt der Amtsschimmel. Die Bürgerinnen und Bürger sollten weiter mit dem Patenschaftsmodell die Gräber sanieren, jedoch sollte nach ihrem dortigen Begräbnis nicht mehr ihr Name auf der Grabplatte sichtbar erscheinen. Ein kleines Hinweisschild für den edlen Spender an der Seite oder Rückfront des Grabsteins muss genügen.
Die Folge der neuen Regelungen zu den Kölner Patenschaftsgrabstätten ist nun, dass kaum noch Nachfrage an Patenschaften besteht. Wer will schon Tausende von Euros in die Sanierung eines Grabes stecken und dann dort „anonym“ begraben werden. Das kann man in Köln preiswerter haben. Doch die Verwaltung bleibt bockig und will lieber Denkmäler dem Verfall Preis geben, als sie durch sinnvolle Patenschaften zu erhalten.
Darum muss der Rat in seiner nächsten Sitzung am 14. Juli die Notbremse ziehen. Ganz eindeutig vergrault die neue Regelung potentielle Patenschaften. Die neuen Ver-waltungsvorschriften sind darum kein Beitrag von sinnvollem Denkmalschutz, sondern eine Anleitung zur unwiderruflichen Vernichtung von Kulturgütern. Die FDP-Fraktion hat darum eine Ratsinitiative gestartet, den Unsinn der Verwaltung sofort zu stoppen und die alte Regelung wieder einzuführen.“






.jpg)
