Kreditkarten-Affäre bei den Bühnen
Schöppen: Das ist respektlos gegenüber all den Menschen in unserer Stadt
06.03.2026 Meldung FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Erneut geraten die Bühnen der Stadt Köln in Erklärungsnot, denn die städtischen Rechnungsprüfer haben Unregelmäßigkeiten bei Kreditkartenabrechnungen und Verfehlungen im Umgang mit Steuergeld festgestellt.
Catherine Schöppen, Sprecherin für Rechnungsprüfung der FDP/KSG-Fraktion, kritisiert: „Was die Berichterstattung über den aktuellen Prüfbericht bei den städtischen Bühnen offenlegt, ist eine Unverschämtheit. Nicht verbuchte Rechnungen, unregulierter Zugang zu 25 Kreditkarten, Lieferungen an Privatadressen und Sammeln von Payback-Punkten für private Zwecke – so geht man nicht mit Steuergeld um. Nach den jüngsten Skandalen um Partys, Abschiedsgeschenke und jahrelang verspäteten Jahresabschlüssen ist das leider der nächste Tiefpunkt. Diese neuen Possen wirken nicht wie Einzelfälle, sondern stehen symptomatisch für den laxen Umgang mit öffentlichen Geldern bei den Bühnen."
Bereits in den vergangenen Jahren kam es bei den städtischen Bühnen zu skandalösen Ausgaben in Höhe von bis zu 178.000 Euro an Steuergeldern für Betriebsfeiern.
„Man kann darüber streiten, ob Freibieraktionen ein gutes Mittel sind, um neues Publikum zu gewinnen. Aber wer im Umgang mit fremdem Geld einen solchen Gestaltungsspielraum und Vertrauensvorschuss bekommt, muss wenigstens in der Lage sein, ordentlich und transparent abzurechnen. Wenn stattdessen immer neue Unregelmäßigkeiten ans Licht kommen, schadet das massiv dem Ansehen der Bühnen und untergräbt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger“, warnt Schöppen.
„Das ist respektlos gegenüber all den Menschen in unserer Stadt, die mit ihren Steuern und Spenden Kunst und Kultur in dieser Form und für alle überhaupt erst ermöglichen. Wer öffentliche Mittel erhält, muss besonders sorgfältig damit umgehen. Deshalb brauchen wir bei den Bühnen endlich ein funktionierendes Controlling", fordert Schöppen abschließend.






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